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Kapstadt -> Grenze Namibia Nambia bis Grenze Sambia Sambia bis Grenze Botswana Botswana bis Kapstadt
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Südafrika - Namibia - Sambia - Botswana – Südafrika

 

Brüllender Löwe

 

Wo sind wir entlang gefahren

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Sambia 2008

 

 

Ohne Reiseplan sich auf die Reise begeben, heißt erwarten, dass der Zufall uns an das Ziel führe, das wir selbst nicht kennen.

(Heinrich von Kleist)

Es gibt einen Plan und der führt uns nach Sambia. Ausgangspunkt ist Kapstadt. Von diesem Epizentrum des Wohlstands am Kap gilt es Abschied zunehmen. Die mehrtägige Anreise nach Sambia ist ein großer Luxus. Groß sind die Freude und das Bewusstsein darüber, schrittweise, langsam und sachte nach Afrika hinüber zu geleiten. Zeitlassen beim stückweise Distanzieren von Konsum, Kommerz und unaufhörlichem Informationsfluss.
 

Track durch Südafrika

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Freitag 24.10.08

 

Kapstadt – Buschcamp vor Garies

 

Wir machen uns auf den Weg um Sambia zu erkunden. Dabei folgen wir ein stückweit den Fußstapfen Dr. David Livingstone`s. Die Spuren dieses Mannes, der sein Leben lang auf der Suche nach der Quelle des Nils durch Afrika zog, werden uns auf dieser Reise immer wieder begegnen. Das zeitige Aufstehen hat seinen Preis, Uwe ist um 10 Uhr wieder müde, also werde ich das Steuer übernehmen. Buschpause und Fahrerwechsel! Als ich aus dem Busch zurück komme liegt Uwe inspizierend unterm Auto. Nach weniger als zwei Stunden Fahrt ist das nur nette Gewohnheit, aber doch nicht Notwendigkeit. Denke ich, und steige behände und mild lächelnd auf den Fahrersitz. Doch im Befehlston schallt es unter dem Auto hervor: „Nicht starten! Gabi, wackele mit dem Lenkrad, noch mal, noch mal.“ Dann folgt eine kurze Pause und ein ernüchterndes: „ Sch…, wir müssen zurück, das Verbindungselement zum Lenkgestänge ist ausgeschlagen, so können wir nicht weiter fahren.“ Ich glaube es erst nicht, aber nur Minuten später rollen wir zurück zum Start. Bei Rover Land in Montague Gardens nahe Kapstadt wird das entsprechende Teil ausgetauscht.

   
Letzte Reparatur am Landrover Letzter Blick auf den Tafelberg bei dickem Pulloverwetter
   

Mittlerweile ist es 13 Uhr. Nach einem kleinen Imbiss, noch ein letzter kurzer Blick auf den Tafelberg und die Kitesurfer am Beach. Die Sonne steht hoch, der Wind ist kalt, wir starten einen neuen Anlauf. Hinter Citrusdal wird die hügelige Landschaft karg, die größeren Büsche und Bäume verschwinden gänzlich. Die Sonne neigt sich schnell nach Westen. Wir werden es nicht mehr schaffen unseren vertrauten Platz zwischen Springbock und Steinbock zu erreichen. Schon 15 Minuten später stehen wir erhöht auf einem schönen Platz umgeben von großen Felsformationen.

   
Unser erstes Camp umgeben von großen Granitfelsformationen
   

Unten im Tal zieht sich die Straße durch die Hügel und schemenhaft flackern in der Dämmerung noch einige Male Lichter von Fahrzeugen auf. In Konkurrenz dazu erstrahlen am dunkler werdenden Himmel die ersten Sterne. Dann legt sich die Nacht über das Land, der kalte Wind legt sich und auch wir legen uns ins Bett.

 

 

Das Unbekannte liegt täglich an unserem Weg, aber wir sind zu abgelenkt, um es zu sehen. (Gerd Gaiser)

 

 

Samstag 25.10.08

 

Garies – Grenze Namibia – Buschcamp nähe Brukkaros (1586m)

 

Mitten in der Nacht setzt ein starker Wind ein und rüttelt das Zelt wild hin und her. Die Matratze ist ungewohnt hart, eine unbequeme erste Nacht. Widerwillig wühle ich mich bei  Sonnenaufgang aus dem Bett, um mich dem wütenden Wind zu stellen. Aber er ist gar nicht kalt und hinter den großen Steinen findet sich auch ein windgeschützter Platz zum Frühstücken.

 

Track Namibia

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Namibia

 

Dieses Land wird oft bereist, es schmeichelt dem Gast, alles ist perfekt für Besucher vorbereitet. Doch nicht nur darum hat Namibia eine große Anziehungskraft. Die ehemals Deutsche Kolonie „Deutsch Südwestafrika“ versprüht durch ihre landschaftliche Vielfältigkeit einen großen Reiz, dem sich kaum jemand entziehen kann. Wer Namibia gesehen hat, hat ein prächtiges Stück von Afrika gesehen, aber eben nur ein Stück. Die Landschaft hinter der Grenze ist geprägt vom Orangefluss. Der Fluss, dessen Ursprung in den Bergen Lesothos liegt, nährt an seinen Ufern ein grünes Band aus Weinstöcken.

Leider funktioniert das neue Digitalthermometer genauso schlecht wie das alte. Somit belaufen sich die Angaben über warme, kalte oder heiße Temperaturen weiterhin auf das persönliche Empfinden. Etwa 60 Kilometer vor Grünau nehmen wir den Ford von Klaus und Ruth in Schlepp. Der Oldtimer trägt die Startnummer 1 der Namib Wüstenrally und hat Probleme mir der Wasserpumpe.

   
Klaus, Ruth mit ihrem alten liegengebliebenen Ford schleppen wir nach Keetmanshoop
   

Die freundliche Essenseinladung im Kreise der Oldtimer Freunde schlagen wir zu Gunsten des 1000 Sternehotels aus. Schon von weitem ist der Brukkaros Krater zu sehen. Stattliche 1603 Meter über dem Meer hoch, erhebt er sich aber letztlich dann doch nur 550 m über den Erdboden. In Sichtweite zum Brukkaros schlagen wir unser Lager auf. Bei einem Glas Wein warten wir das Gewitter ab und beobachten die niederzuckenden Blitze. Eine Stimme und das rhythmische Getrampel von Hufen durchdringt die regenschwangere Luft. Der Kutscher ist so sehr damit beschäftigt die Tiere anzutreiben und in der Spur zu halten, dass er nicht bemerkt, was sich rechts der Piste befindet.

 

Es gibt keine Leute, die nichts erleben, es gibt nur Leute, die nichts davon merken.

(Curt Goetz)

 

Sonntag 26.10.08

 

Brukkaros – Mariental – Buschcamp 60 km vor Otavi

 

Schemenhaft hebt sich der Brukkaros Krater aus dem morgendlichen Dunst. Von der B1 bietet sich ein kurzer Abstecher zu den Kriegsgräbern bei Gibeon an. Im Ersten Weltkrieg kämpften hier südafrikanische Unionstruppen gegen die Deutsche Schutztruppe.

In Mariental ist an diesem Sonntagmorgen nichts los. Die Tankstelle hat geöffnet, Diesel ist auch das einzige was wir brauchen. Der nächste Ort ist Rehoboth, heißt biblisch übersetzt, „weiter Platz“, was auch ein sehr passender Name für das flache Hochland auf 1380 Meter Höhe ist.

   
Kriegsgräber bei Gibeon Wendekreis des Steinbocks
   

Windhuk, die Hauptstadt, beleben 250 000 Einwohner, sie wächst in alle Richtungen und saugt die Randgebiete regelrecht ein. Die Mischung aus verträumter, pikobello sauberer Altstadt, mit den Wilhelminischen Bauten verträgt sich mit dem Baustil der Moderne und bildete eine gewachsene Symbiose. Dem Gegenüber steht Katutura. Dieser Name entstammt der Ovambosprache und bedeutet dort „der Ort, an dem wir nicht leben möchten“. Das ehemalige Township ist heute ein selbstständiger Vorort, der mit Windhuk verschmolzen ist. 122 000 Menschen leben hier, ständig wird daran gearbeitet die Infrastruktur zu verbessern, aber die Maßnahmen gehen nicht schnell genug vonstatten.

Auf der Höhe von Otjiwarongo, die Herero nannten den Platz „Ort der fetten Kühe“ sind wir 50 Kilometer westlich vom Waterbergmasssiv und schon 250 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Für Eisenbahnliebhaber lohnt sich ein Fotostopp am Bahnhof, da steht eine alte Henschel Dampflok aus den Jahr 1912, in Kassel gebaut. Sie zuckelte zwischen Swakopmund und Otavi hin und her. Das Bergbaudreieck Tsumeb, Grootfontein und Otavi rückt immer näher, der Zeiger der Uhr rückt vor. Etwa 60 Kilometer vor Otavi biegen wir in eine Seitenstraße ein, die zu einer Jagdlodge führt. Auf der Piste steht ein versprengter Kudu, binnen Sekunden setzt das Tier elegant über den nicht sehr hohen Zaun und verschwindet im Busch. Müde öffne ich ein morsches Gatter nach links in den Busch. Nach wenigen Metern findet sich der passende Platz. Weit genug entfernt von den Bahngleisen und doch nicht zu nahe bei den Hochständen der Jagdlodge, um nicht unter Beschuss zu geraten. Die anbrechende Dämmerung bringt die typischen Geräusche der afrikanischen Nacht mit sich. Hell leuchten die Sterne, in der Ferne spielt sich das Wetterleuchten ab.

 

Es gibt für mich nur eine Qualität, die mich weiterbringt, und das ist die Neugier.

 (Daniel Barenboim)

 

 

Montag 27.10.08

 

Otavi – Rundu – Buschcamp im Caprivi Game Park vor Bangani

 

Die Nacht ist durchdrungen von dem fernen Grollen des Donners. Die Einfahrt in die Kavango Region bringt die erste Veterinärkontrolle mit sich. Einem Wimpernschlag später fühlen wir uns in einem anderen Afrika angekommen. Zäune entlang der Straße verschwinden. Rundhüttendörfer bestimmen das Bild, sie sind eingefriedet mit Geäst. Bei diesen Temperaturen wäre in Deutschland schon längst hitzefrei an den Schulen. Hier ist regulär um 13 Uhr Schulschluss. Bei der Tankstelle in Rundu wirkt die Hitze regelrecht paralysierend und in Kombination mit der von Benzindämpfen geschwängerten Luft bewegen sich die Menschen nicht mehr gerne. Ab und an fegt eine vom Wind getriebene Staubwolke über den Platz. Die Aussöhnung mit Hitze und Staub erfolgt also schon am dritten Reisetag. Schnurgerade geleitet die gut ausgebaute B8 den Lauf des Okawango. Der Caprivistreifen ist ein Park und doch keiner. Wegen der jahrelangen Wildererei soll es hier kein oder kaum Wild geben. Da staunen wir nicht schlecht über die neben der Straße äsende Gruppe Säbelantilopen. 40 Kilometer hinter Bangani biegen wir nach rechts in den Busch ab und visieren einen idealen Platz an.

   
Erst die Warnung und dann nicht nur Säbelantilopen
   

Ein Buschfeuer hat das ansonsten mannshohe Gras bis zum Boden versengt. Straußensteak, Kartoffeln, Gemüse, Rotwein, Grillenzirpen, Vögelgezwitscher, garniert mit einem typischen, fast täglich vorkommenden  afrikanischen Sonnenuntergang, hm… schon alles sehr perfekt.

   
Typisches Buschcamping Warnhinweis für Rotwein: Nicht trinken und an der Straße laufen. Es könnte Dich umbringen.
   

Morgen steht der Grenzübergang nach Sambia an. Mit der Einreise bei Katima Mulilo betritt man den Boden der West Provinz. Das Land ist aufgeteilt in 9 Provinzen und umfasst eine Gesamtfläche von 752 614 km². Sambia liegt auf dem Afrikanischen Zentralplateau und ist umrahmt von den Nachbarländern Demokratische Republik Kongo, Angola, Namibia, Botswana, Zimbabwe, Mosambik, Malawi und Tansania.

 

Ist es Naivität oder Zynismus, was die meisten Menschen es fertigbringen lässt, aus Berührungspunkten immer wieder Reibungsflächen zu machen?

(Kristiane Allert-Wybranietz)

 

 

Track Sambia

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Sambia

 

Dienstag 28.10.08

 

Buschcamp vor Bangani – Buschcamp vor Sioma

 

Im namibischen Katima Mulilo, empfiehlt es sich Wasser aufzufüllen, Diesel zu tanken und alle Vorräte aufzustocken. Die neue Brücke über den Sambesi ist mächtig. Ein großes Schild klärt auf, die Deutsche Kredit Anstalt für Wiederaufbau hat hier ihr Möglichstes getan. Aber für das Gebäude in dem die Formalitäten erledigt werden, haben die finanziellen Mittel wohl nicht mehr gereicht. Die obligaten Einreisezettel sind auszufüllen, die Eintragung in das Besucherbuch ist fällig und 50 US$ pro Person für das Visa sind zu berappen. Vergleichsweise günstig. Englische und Amerikanische Staatsangehörige werden mit 150 US$ deutlich kräftiger zur Ader gelassen. Die Versicherung für das Auto erleichtert das Portemoinee um weitere 40 US$. Obwohl die Hitze allen zu schaffen macht, ist der Umgang sehr zuvorkommend und höflich. Der  adrette, zierliche Zollbeamte öffnet mit seiner Bürotüre sozusagen auch die Pforte zu einem großen Kühlschrank. Am Boden und in den Regalen an den Wänden stehen palettenweise Cokes, Castels und Red Labels, ist die Klimatisierung dafür? In einem seitlich abgestellten ausrangierten Wohnwagen müssen noch 10 US$ Straßenbenutzungsgebühr entrichtet werden.

Nach Sheseke führt die Straße über die Sambesibrücke. Unscheinbar wirkt das kleine Bankgebäude hinter dem wuchtigen, ausladenden Baum. Mit dem Umtausch von 3000 Südafrikanischen Rand in 1 200 000 Sambische Kwacha werden wir zu Kwachamillionären. Mit einer Länge von 2.574 Kilometer ist der Sambesi der viertlängste Strom in Afrika. Es ist sehr heiß heute, wir machen Pause am Sambesi.

   
Afrikanischer Naturheiler Flussaufwärts den Sambesi entlang
Kinder auf dem Nachhauseweg von der Schule haben
ihre Freude mit uns und wir mit ihnen!
   

Flussabwärts badet eine Schar Kinder, ihr fröhliches Lachen wird vom Wind flussaufwärts getragen. Mich überfällt der sehnsüchtige Gedanke auch in das Wasser zu springen. Uwe sagt nur:„Krokodile!“ und schaut mich prüfend, ja abwartend an. Na gut, ich trau mich nicht, gebe mich mit einem Fußbad zufrieden und äuge dabei vorsichtig unter die Büsche am Ufer. An einem phantastischen Platz lagern wir. Kurze Zeit später nähert sich der große Rat des Dorfes „Kaale“ in Form von sechs Männern unserem Lager. Der „Chief“ des Dorfes, lädt uns für morgen zu einem Besuch in das Dorf ein. Er erklärt noch: „Die Hippos und Elefanten sind hier so freundlich, die spielen sogar mit unseren kleinen Kindern.“ Über diesen Witz lachen wir herzlich und dann zieht die Gruppe ab.

   
Traumplatz am Abend und zum Sonnenaufgang
   

 

Geht nicht gebückt und gebeugt, geht aufrecht wie Freie! Geht mit erhobenem Kopf, aber erhebt euch nie über andere! Geht mit wachem Verstand und mit heißem Herzen!

(Georg Leber)

 

 

Mittwoch 29.10.08

 

Sioma – Buschcamp hinter Mongu

 

Wie gestern versprochen, besuchen wir noch das Dorf Kaale. Die Schulleiterin Gertrud betreut vier Jahrgänge in zwei Schichten. Sie durchleuchtet für uns das Sambische Schulsystem.

   
Kinder am frühen Morgen auf dem Weg zur Schule
   

Wenig später erreichen wir die Sioma oder Ngonye Falls. Der Eintritt ist so zusagen frei, aber der Führer freut sich über Geld, Sach- oder Essensspenden.

   
Siomafälle zu dieser Zeit bei Niedrigwasser
   

Die Landschaft entlang des Sambesi ist dicht besiedelt. Die Gegend gehört schon zu den Barotseflutebenen, ist aber noch nicht sehr typisch. Für 20 US$ werden wir auf die andere Seite geschippert.

   
Badende Kinder im Sambesi Unsere erste Fährüberfahrt über den Fluss
   

Hier auf der andern Flussseite beginnen die charakteristischen Barotseflutebenen. Der leicht erhöhte Fahrbahndamm ist an vielen Stellen komplett zerstört. Das Marschland wird bewusst abgebrannt, überall steigt der beißende Rauch auf und der Wind trägt den Geruch verkokelten Grases über die weite Ebene. Fischer gehen mit ihrer Beute nach Hause. Schließlich erreichen wir Senanga. Ab hier geht es auf einer neuen Asphaltstraße weiter, die aber an einigen Stellen noch in Bau ist.

Wir finden einen schönen Platz zum campieren, aber es dauert keine fünf Minuten und wir sind von tyrannischen, winzigen Mopanefliegen umschwärmt.

   
Landroveranhänger Mit T-Shirt über dem Kopf zum Schutz vor den lästigen Mopanefliegen
   

Uwe duscht ausgiebig, in der Hoffnung es könnte helfen. Aber die quälerischen Minifliegen finden ihn nun noch attraktiver. Frustriert bauen wir das Lager ab und fahren in Richtung Mongu. Malerisch versinkt die Sonne am Rand des Schwemmgebietes. Während sich die Hitze des Tages zurückzieht, wacht Mongu aus seiner trägen Lethargie auf und gebärt ein pulsierendes Nachtleben. Im Ort finden wir keine adäquate Campingmöglichkeit. So stehen wir schließlich bei Einbruch der Dunkelheit auf einer Erhöhung außerhalb Mongus unter zwei Baumriesen. Als um 20 Uhr Mongu, im Zuge eines Stromausfalls, für eine Stunde in Finsternis versinkt, leuchten uns die Sterne und die Feuer in der Marschlandschaft. Sternschnuppen ziehen scharfe helle Bahnen. Wünsch dir was! Uns fällt nicht mehr ein, außer gesund zu bleiben, so wunschlos glücklich fühlen wir uns. Als wir im Zelt liegen ist Mongu wieder elektrifiziert und der laue Wind trägt laute Musik heran. Die Menschen feiern Party bis in die frühen Morgenstunden.

 

Ohne Mut und Entschlossenheit kann man in großen Dingen nie etwas tun, denn Gefahren gibt es überall.

(Carl v. Clausewitz)

 

 

Donnerstag 30.10.08

 

Mongu – Liuwa Plain Nationalpark

 

Die Ganzjahresstraße zwischen Mongu und Kalabo ist von den Fluten im Jahr 2006 an vielen Stellen zerstört worden.

   
Afrikanischer Fahrradladen Lotzikinder mit einem breiten Lachen
   

Mit der Lyeyelo Fähre setzen wir für 160 Rand über den Sambesi. Für die Überfahrt mit der modernen Fähre muss ich aussteigen, da Personen kostenlos befördert werden. Bleibe ich im Auto sitzen muss ich bezahlen. Afrikanische Philosophie.

An der Straße gibt es einen Radladen. Schon kommt der erste Kunde der eigentlich nur einen Rahmen heranträgt. Ich bezweifele ob die Teile ausreichen werden, ein funktionstüchtiges Rad zu gestalten. Der Junge Mann gibt mir recht, macht sich aber trotzdem an die Arbeit. Kinder, die im Sambesi badeten, kommen klatschnass angerannt. Wasserperlen rinnen an den zarten schlanken Körpern hinab, die Haut glänzt in der Sonne, erwartungsvoll schauen mich die großen dunklen Augen an. Die Kinder sind in den temporären Dörfern zuhause. Wie Halligen liegen die meist viereckigen Hütten auf den erhöhten Sandbänken. Wenn die Flut kommt, dann ziehen sich die Menschen zurück. Das ist eine sehr abgeschiedene Zeit und Besuche werden dann über die entstandenen Wasserwege erledigt.

Auch der König, der Litunga, lebt dieses traditionelle Leben. Allerdings gestaltet sich sein Umzug in einem großen jährlichen Fest. Mit der Zeremonie Kuomboka, (aus dem Wasser auf trockenen Boden gelangen) schippert der königliche Hof sozusagen von Lealui nach Limulunga. Allen voran der traditionell gekleidete König in der „Nalikwanda“ einer Barke, welche ein deutscher Zimmermann gebaut haben soll.

   
Gabi mit den Kindern und beim Kochen von Maisbrei
   

Die Fischer wohnen in der Trockenzeit in einfachen Grashütten direkt am Fluss. Eine junge Frau kocht auf dem Feuer einen Brei. Ich rühre fleißig und natürlich darf ich unter gespannten Blicken der Umstehenden probieren, hm… lecker, schmeckt wie Griesbrei. Die kleinen Kinder haben wohl alle schon daran genascht. An den Fingerchen, die mich vorsichtig anfassen, klebt überall Brei.

   
Umfahrung des Pontons zu den Liuwa Plains  Die Liuwa Plains sind während der Regenzeit überschwemmt
   

Der Eintritt in den Park Liuwa Plains kostet pp 40 US$ plus 10 US$ für das Camping. Geboten bekommt man dafür ohne GPS sicher ein spannendes Abenteuer, da es nicht ein Schild gibt, das mit dem Park in irgendeinem sinnvollen Zusammenhang steht! Inmitten der weiten Grasebene campieren wir unter Palmen, wie ein gepflegter Garten mutet das hier an.

 

Es sollte Uhren geben, die nur weitergehen, wenn die Zeit die du lebst, sich lohnt.

 (Urs Widmer)

 

Freitag 31.10. 08

 

Liuwaplains – Lukulu – Buschcamp hinter Lukulu

 

Um 8 Uhr verlassen wir unsere Oase, fahren erst weiter nach Norden, schwenken dann nach Osten in Richtung Lukulu, um dort den Sambesi zu überqueren. Es ist heiß heute, die Menschen sind auf dem Weg zum Fischen.

   
Fischer unterwegs mit Speer und
   
Reuse und sonstiger Kopflast
     

Ihre mageren Hunde rennen herbei, scheue Blicke der Fischer aus der Ferne. Ein grünes Band mit hohen Palmen am Horizont kündet den Sambesi an. Am Fluss werden drei Autos mit Diesel versorgt, den die Fähre angefahren hat. Wir lassen uns am Ufer nieder, die Strömung ist kaum zu erkennen und da kein Wind geht, liegt das Wasser ruhig wie ein Spiegel über den schwerelos die Mokorros gleiten. Der Fährmann ruft eine Gruppe Kinder.

   
Die Kinder legen die Auffahrtbleche und dürfen dann unsere Bilder mit ansehen
   

Sie helfen die Auffahrtsbleche anbringen, dafür dürfen sie umsonst mitfahren. 70 000 Kwacha berappen wir für diese Überfahrt.

   
Frisches Wasser aus einem versiegelten Brunnen Gabi zeigt auf einer Karte wo wir 2001 entlanggefahren sind
   

Im nächsten Dorf tanken wir am Brunnen Wasser nach. Wir steuern die nächste Plain an und machen den Fliegentest. Alles passt, wir lagern.

 

  Es weiß kein Mensch, wie viel er ertragen kann, bis er es von der Notwendigkeit lernt.

 (Ernst Raupach)

 

 

Samstag 01.11.08

 

Buschcamp – Kafue Nationalpark Lufupa Camp

 

Kilometerweites Auf und Ab durch den Busch auf der roten Lateritstraße, mittendrin einsame Dörfer, dann die Teerstraße in der Nähe von Kaoma. Quellwolken formieren sich am Himmel, wir buchen uns im Kafue Nationalpark ein. Der 1950 gegründete Park, ist mit 22400 km² der größte des Landes.

Kosten pp: einmalig Eintritt 15 US$, Auto täglich 15 US$, Bereitstellung des Camps täglich    5 US$, Camping täglich 12 US$.

Gleich hinter dem Gate badete ein Elefant am Kafuefluss. Herden von roten Moorantilopen, auch Pukus genannt, Säbelantilopen, viele Impalas und Tsetsefliegen beleben den Park. Der Himmel verfinstert sich, mit dem überraschend kühlen Wind und einsetzenden Regen fällt die Temperatur abrupt um 20 Grad. Die dicke Gewitterwolke über uns entlädt sich mit großer Wucht.

   
Mit dicker Bereifung und immer mit richtigem Schwung durchs Wasser
   

In kürzester Zeit weicht die Straße auf und tiefe Wassertümpel entstehen. Musaki Foster empfängt uns am Camp wie Gäste eines fünf Sterne Hotels. Musaki sieht meine völlig zerstochenen Beine und sie empfiehlt mir die Bisse der Tsetsefliegen mit der Frucht des Leberwurstbaumes einzureiben. Von der romantisch gestalteten Terrasse fällt der Blick auf den Lufupa- und den Kafuefluss, die sich hier vereinigen.

 

Tagträume sind wichtig. Was man sich nicht vorstellen kann, kann man nicht tun.

(George Lucas )

 

 

Sonntag 02.11.08

 

Kafue Park

 

Im Park entlang des Kafue Flusses wachsen viele Leberwurstbäume. Ich ernte ein Prachtexemplar und versorge die Bisse der Tsetsefliegen damit. Wo der Saft der Frucht auf die Haut kommt wird sie ein bisschen pelzig und das Jucken lässt damit nach.

   
Hier fließen Kafue und Lufupa zusammen Fischreuse
Behandlung der Tsetsefliegenstiche Die Medizin vom Leberwurstbaum
   

Der Park ist landschaftlich ein Traum, viele Tiere sind zu sehen, aber immer wieder der gleichen Gattung. Eine hohe Population der Roten Moorantilopen hat sich hier mit Impalas verbündet. Hippos und Krokodile bevölkern den Lufupa. Gnus ruhen im Schatten der großen Bäume und die Warzenscheine suhlen sich in den verbliebenen Pfützen auf der Piste. Meerkatzen springen kreischend durch die Büsche. Seltener schon sieht man Schirrantilopen, Wasserböcke und Kudus. Die Vogelvielfalt ist beeindruckend. Die weiten Ebenen der Busanga Plains werden in der Regenzeit auf 750 km² vom Lufupa überschwemmt. Tsetsefliegen tyrannisieren uns. Am späten Nachmittag sind wir zurück und machen es uns gemütlich, so gut es mit den Fliegen eben geht.

 

Die Schule des Lebens lehrt mehr, als es ein Buch jemals könnte!

(Molière)

 

 

Montag 03.11.08

 

Lufupa Camp – Buschcamp am Kafue

 

Entlang des Lufupaflusses  rollen wir nach Norden. Folgen dem Abzweig Moshi, der zum nördlichen Ausgang, dem Kabangagate führt. Am Gate lässt sich der gepflegte, schlanke Mann in Uniform das Permit vorzeigen, und erklärt uns den Weg in Richtung Kasempa.

Tsetsefliegen belagern die Fliegengitter. 18 Kilometer später stoßen wir auf die Querverbindung. Eine frisch hergestellte rote Lateritstraße erlaubt einen Geschwindigkeitsrausch mit 70 Sachen für die 17 Kilometer bis zum Lunga Ponton.

Die Passage kostet 80 Südafrikanische Rand. Der Ponton ist an einer starken Stahltrosse gesichert und mit Muskelkraft von fünf Männern setzt er sich in Bewegung. Nur das schnurren des Seiles ist zu hören und der angestrengte Atem der Männer. Der Chef der Gruppe möchte mein Schweizer Messer haben, dafür würde er mich dann noch mal hin und her schippern.

   
Diskussion um das Messer Noch ist der Weg recht gut
   

Lachend werden wir verabschiedet und die Männer fallen wieder in den Schatten des großen Baumes am Fluss und warten auf den nächsten Kunden. Der Weg verschmälert sich und wird immer ruppiger. Schließlich stehen wir vor einem riesigen „CAT“. Dieses Gerät fährt im Busch nahezu jeglicher Baumaßnahme voraus. Vor dem „CAT“ nur noch dichtes Grün. Dahin müssen wir weiterfahren, eine quälende nervige Gurkerei durch den fast undurchdringlichen Busch folgt. Die „Piste“ ist in der Landkarte eingezeichnet. Endlich, gerade voraus der Kafuefluss. Die Lepardlodge ist derzeit zu, aber von Grees, dem Vorarbeiter, bekommen wir die Erlaubnis am Ufer des Kafue zu campieren.

   
Nach vielen Kilometern holder di poltere erreichen wir wieder den Kafueriver
   

Am Fluss lebt eine wunderbare Vogelwelt. Wenn der Seeadler seinen Schrei ertönen lässt, dann verstummen die anderen Vögel für einen Moment. In Blickrichtung entlädt sich ein Gewitter, der Wind streicht fast zärtlich über die Haut. Mitten in der Nacht hören wir ein Auto auf der anderen Flussseite. Im Zuckeltempo durchfährt das Fahrzeug den Kafue. Dann setzt leichter Regen ein und ein Löwe macht einige Stimmübungen. Ich lausche hinaus in die Nacht und kann lange nicht mehr schlafen.

 

Je weniger Bedürfnisse ihr habt, desto freier seid ihr.

(Immanuel Kant)

 

 

Dienstag 04.11.08

 

Buschcamp Kafue – Pioneercamp nähe Lusaka?

 

Für die Durchfahrt des Kafue setzte ich mich auf die Motorhaube und deichsele Uwe in die richtige Richtung.

   
Gabi lotst mich gut und sicher auf die andere Flussseite des Kafue
   

Dann fahren wir am Ufer des Kafue entlang. Ein Hippo liegt mitten am Weg, es ist tot und riecht nicht gut. Mit einer Körpergröße bis zu 152 cm überragen die Marabuts die hier wichtigtuenden Geier um einiges. Der Anblick, wie die Geier mit ihren Köpfen, bis es nicht mehr weiter geht, in den Nasenlöchern des Toten Hippos verschwinden und blutverschmiert wieder erscheinen, dabei irgendeinen undefinierbaren Fetzten heraus ziehen, um den sie sich dann gierig streiten ist unbeschreiblich.

   
Wer ist der Größere von uns Beiden An den Körperöffnungen machen sich die Geier zuerst zu schaffen
   

Wir machen uns weiter auf den Weg in Richtung Lusaka. Die Skyline Lusakas versinkt im Dunst des Smogs. Lusaka wurde 1905 gegründet und ist eine der am schnellsten expandierenden Städte Zentralafrikas.

   
Holzhohle zum Verkauf Lusaka erstickt im Smog
   

Unsere Unterkunft beziehen wir außerhalb Lusakas auf dem Pioneer Camp. Eine ruhige Lage, super Service und alles zu einem vernünftigen Preis.  Der Gockel in der Nachbarschaft will aber der erste sein und fängt schon um 2 Uhr früh an zu krähen. Also das wichtigste Utensil herausgezogen, das ich für so was dabei habe, meine Ohrstöpsel.

 

Niemals war ich mehr ich selbst, als auf Reisen, die ich alleine machte oder zu Fuß. (Jean-Jacques Rousseau)

 

Mittwoch 05.11.08

 

Lusaka – Mvuu Lodge vor Lower Sambesi Nationalpark

 

Vom Pioneercamp führt nach links eine Straße über privates Farmgelände, der direkte Weg zur Lepard Hill Road. Die Gegend wird immer hügeliger, der Weg durch die Berge zum Escarpement ist einsam und traumhaft schön. Die Straße wird wieder schlechter und die Hütten am Wegrand seltener. Hier leben die Tonga.

   
Dieser mit Holzkohle beladene Kleinlaster hat doch glatt sein hinteres Rad verloren
   

Gleich hinter dem Check Point zum Park stehen die ersten Elefanten auf der Straße. Eine dunkle Gewitterfront belagert den Himmel, die untergehende Sonne bahnt sich nochmals den Weg durch die Wolken. Wir sind die einzigen Gäste auf dem Luxuscamp „Mvuu Lodge“, eine Übernachtung kostet pp 20 US$.  

   
Lower Sambesi Schutzgebiet Der ist gar nicht mehr so freundlich
   

Bis der Gewitterschauer vorbei ist sitzen wir erhöht fünf Meter neben dem Sambesi auf der Terrasse eines Bungalows. Noch näher am Fluss ist eine kleine Bank, ich mach mich auf den Weg dahin. Kurz vor dem Ziel stolpere ich über eine Wurzel. Einmal in Bewegung nach unten gibt es kein Halten mehr. Erst das Jochbein und die Schläfe bremsen meinen freien Fall. Sterne, Blitze, Übelkeit! Daß mir das ein paar Tage weh tun wird ist mir schon klar, während ich den Brechreiz nieder würge. Was ich zu dieser Stunde noch nicht weiß ist, dass mich dieser Ausflug in Form von immer wiederkehrenden Kopfschmerzen die nächsten Wochen heimsuchen wird.

 

Vergesst das Glück – lebt! (Grafitti an der Sorbonne)

 

 

Donnerstag 06.11.08

 

Lower Sambesi National Park

 

Mein Schädel brummt und ich schlafe schlecht. In weiter Entfernung brüllen die Löwen, Hippos wiehern nebenan im Wasser. Zum Sonnenaufgang gehe ich an den Fluss, meine Unfallstelle besichtigen. Glück gehabt, ich hätte auch ohne Anstrengung in den trügerisch träge fließenden Sambesi plumpsen können. Es gibt hier Unmengen von Krokodilen!

   
Sonnenaufgangstimmung am Sambesi
   

Der Lower Sambesi Park ist 4092km² groß. Für 75 US$, dürfen zwei Personen samt Fahrzeug von 6 Uhr früh bis 18 Uhr am Abend in den Park, normales Camping im Park ist nicht möglich. Wir gehen auf die Pirsch und sehen endlich Löwen, neben der Piste. Der anschließende Abstecher zum Sambesi wird mit einer Herde Elefanten belohnt. Unzählige Impalas, Zebras, Wasserböcke, Kudus und eine große Herde Büffel treiben sich am Flussufer herum.

   
Erste Löwe auf dieser Tour Elefanten beim kühlenden Bad
Herde Richtung Insel im Sambesi Eine Herde Wasserbüffel
Wieherndes Zebrapaar Elefant in Richtung Sambesi Escarpement
   

Die Hippos verweilen im kühlen Nass und wiehern sich die wichtigen Geschehnisse zu. Am Sambesi gibt es eine einzigartige Vogelvielfalt. Das nahe dem Chongwe Gate liegende Community Camp hat eine schöne Lage, aber für die mäßige Ausstattung sind 15 US$ ein überhöhter Preis. Die Nacht wird lautstark, Elefanten trompeten, die Hippos wiehern, Löwen machen Stimmübungen von einem Flussufer zum anderen und die Affen toben durch die Bäume. Alles was nachts in Afrika Geräusche macht scheint rund um diesem Platz heute aktiv zu sein.

 

Lege Dein ganzes Glück in den Augenblick (André Gide)

 

Freitag 07.11.08

 

Lower Sambesi National Park – Buschcamp hinter dem Mukamba Gate

 

Nach dem Frühstück am Sambesi fahren wir zurück in den Park.

   
Sonnenaufgang Tag 2 am Lower Sambesi Morgendliche Durchfahrung des Chongwerivers
Da schwappt es schon mal bis auf die Motorhaube Die Chinesen arbeiten an der nach Norden führenden Escarpementroad
   

Uwe wählt einen Weg nach „Tracks for Afrika“. Immer wieder verliert sich der Pfad. Dabei erleben wir einsame Landschaften, die schönsten Buchten des Sambesi mit den dazu gehörenden Tieren, weit ab von den Lodges. Die Tsetsefliegen sind aus diesem Park nicht wegzudenken. Wir verlassen den Park auf der anspruchsvollen Chawengaroute. Der letzter Blick auf den Lower Sambesi, im Abendlicht leuchtet der rote Sand, die Schatten der Bäume sind schon lang, ein paar Wölkchen ziehen am blauen Himmel und tief unten im Tal schimmert das silberne Band des Sambesi. Wir tauchen ein in die hügelige Welt des Escarpements. Die Fahrt durch die Berge ist auf Grund der super steilen Auf und Abfahrten, so wie einiger tiefsandiger Stellen nur mit Allrad möglich. Nach der Permitkontrolle am Mukamba Gate schlagen wir uns recht schnell in die Büsche.

 

Wer flieht, kann später wohl noch siegen. Ein toter Mann bleibt ewig liegen.

(Samuel Butler der Ältere)

 

 

Samstag 08.11.08

 

Buschcamp hinter Mukamba Gate Lower Sambesi Park –  Buschcamp 60 Kilometer hinter Petauke auf Uwimiroad

 

Die beiden Impalas, die gestern Abend erschreckt weggelaufen sind, als wir hier Quartier bezogen haben, kommen am Morgen zurück. Die abgebrannte Grasfläche ermöglicht uns einen freien Blick, setzt uns aber auch allen Blicken aus. Besuch kommt um sieben Uhr früh, ein zahnloser, freundlicher, hagerer, alter Mann. Staunende Blicke von einem jungen Burschen, er heißt David und bekommt sein Rad nicht mehr in Schwung. Die hintere Nabe ist beschädigt. Uwe und er fachsimpeln über das Problem.

   
Auch in Afrika trägt man einen Helm Wir ergattern ein Reiseandenken
   

Kurze Zeit später treffen wir auf die Teerstrasse nach Petauke. Die hügelige Landschaft ist gebettet in rote Erde, von jungem, grünem Busch gespickt, von blauem Himmel beschirmt und garniert mit 30 Grad im Schatten um 10 Uhr Vormittags. Ein Brummi liegt im Graben, wir können nichts machen, der Fahrer ist unverletzt und muss warten bis der Chef kommt. An der Straße gibt es Küchengeräte zu kaufen. Ein Mann zeigt uns die schönen, handgearbeiteten Mörser mit den langen Stößeln.

   
In Sambia ist das Rad der Lastesel Mal mit mehr oder weniger Fracht
   

Der Luangwa ist der Grenzfluss zu Mosambik, knappe 1000 Meter trennen uns vom Nachbarland. In Nyimba tanken wir und kaufen Samosas, sie trösten uns über den kleinen Hunger hinweg. In Petauke tanken wir nach und biegen ab auf die Ukwimi Road, auch Old Petauke Road. Damit erwärmen wir unsere Erinnerungen an die Afrikadurchquerung 2001. Bis zum Abzweig des Kongolesencamps, hier sind kongolesische Flüchtlinge untergebracht, ist die Piste gut befahrbar. Dann wird sie aber gleich spürbar schlechter. Es nieselt leicht, die rote Erde ist schlüpfrig ein feiner, süßer Geruch hängt in der Luft. Die Dörfer werden spärlicher und wir peilen einen Lagerplatz an, bevor wir ins Tsetsefliegengebiet kommen.

   
Old Petauke Road immer ein Abenteuer Buschcamp neben der Straße bei Regen
   

Der Platz besteht die Fliegenprobe aber nicht. Nach weniger als 3 Minuten umschwirren mich 1000 Minifliegen, deren Verwandtschaft uns schon bei Senanga ihre Aufwartung gemacht hat. Sofortige Abreise und ein Kilometer weiter, unweit eines Einsiedlerhofes lagern wir erneut. Der Platz ist gut, ein Gewitter zieht auf, der Nachbar kommt, fragt, ob alles OK ist.

Nachdem das Gewitter unentschlossen eine Stunde über uns gekreist ist, legt es los.

 

Der Geist ernährt sich mit dem, was er erhält, und das Herz mit dem was es gibt. (Victor Hugo)

 

Sonntag 09.11.08

 

Buschcamp an der Old Petauke Road – Flat Dog Camp South Luangwa

 

Am Morgen lässt der Regen nach. Noch 100 Kilometer bis zum Mfuegate des South Luangwa Parks liegen vor uns. Die Straßenverhältnisse erwarten wir mit großer Spannung, denn 2001 haben wir uns hier nach der Regenzeit durch nahezu undurchdringlichen Busch gekämpft.

   
Neugierige Kinder versammeln sich Wassertransport
Vielleicht der Dorfvorsteher Ein Moped hatte er trotz Helm bei über 40° Celsius nicht dabei
Das vertrocknete Gras steht noch hoch Stolze Frau mit Kind
Familie beim Roden des Busches Großfamilie
   

Die Menschen in den kleinen Dörfern, die mit Stromzäumen vor den Elefanten geschützt sind, leben sehr eingeschränkt. Sie betreiben Ackerbau, halten Ziegen, Kühe und Hühner, die Kinder gehen zur Schule. Der Geruch von verbranntem Holz durchdringt die Luft, einzelne Baumstämme glimmen vor sich hin, während die ganze Familie damit beschäftigt ist den noch warmen Boden urbar zumachen. Die Wolken werden dichter, wir nähern uns dem Luangwafluss. Vor dem Flat Dog Camp beobachten wir eine Gruppe Elefanten beim Baden auf Tuchfühlung.

 

Man muss sich vergegenwärtigen, dass die Dinge ohne Hoffnung sind,

und doch entschlossen sein, sie zu verändern. (F.Scott Fitzgerald)

 

Montag 10.11.08

 

South Luangwa Park

 

Von dem Platz bin ich nicht begeistert. Wir haben uns nachmittags zwar schön positioniert, müssen aber nachts feststellen, dass wir genau in der Einflugschneise zur „Bar“ stehen und vor der Haustüre einer sonderbaren großen, nackten Erdspinne. Das Flat Dog Camp ist von diebischen Affen bevölkert.

   
Besuch auf dem Flat Dogs Camp obwohl wir keine Zitrusfrüchte dabei hatten
   

Die frechen Affen stehlen mir eine ganze Packung Nudeln aus der Hand. Es regnet innerhalb von Sekunden Nudeln vom Baum. Ein trockenes Nudelknacken erfüllt die Luft, als sich mehr als  30 Meerkatzen über den Kohlehydratsegen hermachen.

 

Diejenigen, die leben, sind diejenigen, die kämpfen (Victor Hugo)

 

Dienstag 11.11.08

 

South Luangwa Park

 

Nach der Einfahrt in den Park, Kosten belaufen sich für zwei Personen im eigenen Auto auf 75 US$, erleben wir kurz hinter nach dem Gate das erste Amusement. Das komplett begrünte Wasserloch lässt jedes auftauchende Hippo mit einer grünen Mütze und mit einem grünen Umhang aus Blattwerk erscheinen. Das Hippo im Pool der Mufue Lodge wirkt fast wie eine Attrappe für die Lodgegäste. Es interessiert uns nicht weiter, da es an dem Tümpel nicht besonders gut riecht.

   
Hippos mit grünem Hut Waran mit Beute
Luangwakrokodil Hippos raufen sich
Angsteinflößend Mit dem Kanu am besten im großen Bogen herum
   

Mittags rasten wir mit Blick auf den Luangwafluss und auf eine Hippogesellschaft, die sich, für uns ohne ersichtlichen Grund, in einem fort streitet. Wieder in die Gänge gekommen versumpfen wir fast in einem Schlammloch. Zwei Marabuts staken wichtigtuerisch in der Nähe eines toten Hippo herum. Eine Löwengruppe aus sieben Tieren ruht sich vollgefressen unter den nahe liegenden Bäumen aus. Wir sind in kürzester Zeit um 100 Löwenbilder reicher.

   
Löwenbaby beobachtet uns Löwen beobachten Giraffen
Strecken und recken und wieder faul daliegen
   

Mit der untergehenden Sonne verabschieden wir uns und fahren zurück. Noch mal vorbei am Hippopool der Mufue Lodge, und da stauen wir nicht schlecht. Das attrappengleiche Hippo von heute früh hat sein Maul weit geöffnet, wie zu einem genüsslichen Gähnen und hängt die Zunge heraus.  Am Hinterteil des Tieres ist Bewegung im Wasser. Einige Krokodile fressend das Tier von innen leer. Dieser Anblick ist grausam und doch natürlich, wie das Ganze paaren, gebären, fressen und gefressen werden in der Schöpfung.

   
totes aufgeblähtes Hippo mit Krokodil am Hinterteil
   

Am Camp ziehen wir um auf einen Platz mit Veranda. Von hier haben wir Ausblick auf den Luangwafluss, auf die darin wiehernden Hippos und die Fischer, die sich die hellen Mondnächte zu Nutze machen und auf Fischfang gehen.

 

Von den Verzweifelten und Verlorenen lernen,

wie das Missgeschick und die Not zu nehmen sind (Bruder Antoine)

 

Mittwoch 12.11.08

 

South Luangwa National Park

 

Um Geld am Automaten zu ziehen müssen wir zum 25 Kilometer entfernten Airport fahren. Gegen 13 Uhr klart der Himmel auf und sofort gleißt die Sonne wieder unbarmherzig. Wir starten noch mal in den Park. Das tote Hippo aus dem Tümpel der Mufue Lodge wird gerade aus dem Wasser geschleppt. Der aufgeblähte Körper schleift an einem starken roten Seil hinter dem Unimog her und wirbelt eine dichte Staubwolke auf. Ein unheimlicher Leichenzug, der da im Busch verschwindet. Die Schleifspur endet unweit der Stelle, an der sich gestern die Löwen aufgehalten haben. Das tote Tier ist für die Raubkatzen angerichtet, es trägt noch den roten Strick um den Hals, der sich tief in das Fleisch eingeschnitten hat.

   
Das Hippo bekommt einen Strick um den Hals und das tote Hippo saust an uns vorbei
   

Wir drehen eine kleine Schleife und treffen am Spätnachmittag zeitgleich mit den Löwen beim abgelegten Hippo ein. Bis zum Sonnenuntergang beobachten wir das schaurige Schauspiel aus wenigen Metern Entfernung. Eine Herde Elefanten nähert sich von hinten, wir bemerken sie erst, als die Löwen die Ohren spitzen und in diese Richtung schauen. Dann geht es Schlag auf Schlag. Ein übelgelauntes wildes Trompeten neben uns zerreißt die heiße stehende Abendluft, Elefantenohren fliegen, die Löwen verlassen fluchtartig das Hippo.

   
Das tote Hippo bleibt nicht lange unentdeckt
Hinter unserem Wagen ist eine Herde Elefanten welche die Löwen beobachten
Eigentlich sind die Löwen schon längst satt
Schnuppern hier und da Dann kommen die Elefanten mit viel Getöse
auf die Löwen zu. Alle (Safariautos und Löwen) verschwinden. Nur unser Landy steht nach wie vor.
Dann kehrt wieder Ruhe ein und die Löwen beschnuppern wieder das Hippo
   

Die grauen Riesen sind zufrieden, in flottem Schritt passiert der Rest der Herde das tote Hippo. Wir interessieren sie gar nicht, die Rüssel und Augen der Elefanten sind fest auf die Löwen gerichtet. Da herrscht wohl eine große gegenseitige Abneigung.

   
Letzter Abend auf dem Flatdogscamp bei Vollmond
   

 

Die Welt hat ohne den Menschen angefangen und wird sich auch ohne ihn vollenden.

(Claude Lévi-Strauss)

 

Donnerstag 13.11.08

 

Luangwa National Park – Buschcamp vor dem Escarpement

 

Gestern Abend, als Uwe auf unserer Veranda saß, kam ein Hippo bis auf 10 Meter Entfernung grasend heran. Unser Nachtwächter Joseph, zwei Kinder, 8 Jahre und ein Baby mit 3 Monaten setzte sich zu uns und erzählte uns eine traurige Geschichte aus seinem Leben, und daß er sich eigentlich in der Nacht vor den wilden Tieren hier fürchtet.

   
Frau mit reichlich Kopflast Kinder aus einem Dorf
Hühner- und sonstiger Transport
Wir hätten selbstverständlich ein paar Hühner kaufen sollen
Die Fischer geben uns den Tip wo wir den Luangwariver
durchqueren können Abschied von den Fischern
Jo und sein Freund zeigen uns den Weg Letzte Nacht bei Vollmond im Luangwavalley
   

Für die Transitstrecke durch den Nfue Sektor ist kein Eintritt zu bezahlen. Auf die Frage: „Wie ist der Zustand der Straße nach Norden?" werden wir von dem sympathischen Mann am Gate mit den Worten verabschiedet. „You can go so fare, as you trust your car!" Von den „Blackcottonsoil“ Passagen mal abgesehen, ist die Piste bei Trockenheit gut fahrbar. Ein alter Landy steht am Straßenrand, nebst Besatzung. Nach viel hin und her erfahren wir von Will und seinen Brüdern, wo wir den Luangwafluss überqueren können. Seine Freunde wären noch an der Furt und würden uns helfen. Alles kein Problem! Wie immer in Afrika, das kennen wir ja. Eine reizende Begegnung, alles gelingt, auch die Ausfahrt aus dem Flussbett über die steile Uferböschung. Dann stehen wir im Wald, ganz schön eng für den hoch aufgeladenen Landy. Ich steige aus und biege Äste zur Seite, dabei stechen mich wieder mal unzählige Tsetsefliegen. Unten am Wasser laufen zwei Fischer, sie kommen näher. Wir begrüßen uns und Jo fragt erstaunt: „Wo wollt ihr denn hin?" Ich entgegne: „Nach Mpika!" Ungläubig schaut er mich an, schüttelt den Kopf und entgegnet: „Nach Mpika, ja gut, aber warum denn hier auf dem Radweg, da hinten ist doch die Piste." Nachdem sich die Beiden lachend ihre Shorts angezogen und die T-Shirt über die drahtigen Körper gezogen haben, laden wir sie samt Fisch und Netz auf die Motorhaube und lassen uns den Weg durch den Busch zur Piste zeigen. Rundherum bauen sich Gewitter auf, hoffentlich regnet es nicht zu viel! Bei dem Gedanken daran bekommen wir ein leicht mulmiges Gefühl. Die Strecke welche wir morgen befahren wollen, soll bei Regen unpassierbar sein.

 

Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen (Franz Kafka)

 

Freitag 14.11.08

 

Buschkamp – Kasanka National Park

 

Der Weg heute ist sehr weit, was uns erwartet ist eine große Überraschung, denn die täglichen Gewitter, wo auch immer sie sich entladen, sind die Vorboten der Regenzeit. Das Luangwavalley ist 155 000km² groß und gehört zum Ostafrikanischen Grabenbruch. Wir machen uns spannungsgeladen auf den Weg. Nach wenigen Kilometern, haben wir auf einer Anhöhe freie Sicht auf das etwa 50 Kilometer entfernte Muchingaescarpement. Dazwischen liegt die hügelige Vorstufe. Hier führt die Piste hindurch, die vorwiegend aus losem Geröll, rotem Sand oder eben dem gefürchteten „Blackcottonsoil“ besteht. Die Gegend ist Tsetsefliegenverseucht und mutet an wie eine Urlandschaft. Es könnte anstatt der flüchtenden Zebras auch ein Tyrannosaurus rex drohend aus dem Busch hervorkommen. Nach 34 Kilometern kündigt ein abgebrannter Wald ein Dorf an, und einen Kontrollposten. Wir würden niemandem empfehlen den Warnungen der Einheimischen nicht Folge zu leisten. Hier mit Beginn der Regenzeit stecken zu bleiben, kann in der Tat bedeuten, das Auto für viele Monate im Busch zu parken. Nach weiteren drei Stunden klettert der Landy den steilen Abstieg hinunter zu einem weiteren Zufluss des Munyamadzi, dem Mutinondo. Dann liegt der steile Anstieg zum Muchingaescarpement vor uns. Wir sind mittlerweile erschöpft und freuen uns, dass die Piste in Richtung Great Eastern Road in einem prima Zustand ist. Während der gemütlichen Fahrt beraten wir, wie es weiter geht.

Der Kasanka National Park ist sehr klein, bekannt für den Vogelreichtum. 10 US$ pp Camping und 15 US$ für das Auto. Uns geht es hier um ein weltweit einzigartiges Schauspiel, die "Bats", die fliegenden Hunde. Dieses Erlebnis gehört für uns in die Kategorie, muss man gesehen haben.

   
Erst ein paar Bats dann immer mehr
schließlich ist der gesamte Himmel bedeckt Ein faszinierendes Schauspiel
Der Himmel ist fast schwarz Bei den Bats handelt es sich um fliegende Hunde
Ab ca. November kommen 9 Mio. Bats aus dem Kongo in den Kasanka Nationalpark
Nach dem abendlichen Schauspiel gehen wir zum gemütlichen Teil über
   

Am Camp ist es üblich, dass man einen Adjutanten bekommt, der hilft mit dem Feuer und warmen Duschwasser. Dafür bekommt er im Gegenzug aber auch ein Trinkgeld und Nahrungsmittel. Zurück am Camp flackert bereits ein kleines Feuerchen, dem wir gleich richtig einheizen.  

 

Durch die ganze Welt will ich ziehen bis ich einmal versunken sein werde

(Elisabeth, Kaiserin Sissi)

 

 

Samstag 15.11.08

 

Kasanka National Park – Buschcamp 70 Kilometer vor Kapiri Mposhi

 

Ein Witzbold hat auf die Innenseite des Toilettendeckels geschrieben "please, let open for the bats!" Unwillkürlich schaue ich dann doch etwas genauer in das stockfinstere, tiefe Loch des Plumpsklos hinein, man weiß ja nie! In den Morgenstunden ist zu hören, wie die fliegenden Hunde zurück kommen. Ein fortwährendes Rauschen liegt in der Luft. Die beiden Adjutanten kümmern sich noch um eine warme Dusche für uns. Der eine, Felix, verheiratet und 14 Kinder, hat einen verkrüppelten Fuß, von einem Unfall erzählt er uns. Ein freudiges Lächeln zieht über sein Gesicht, als ich ihm eine nicht mehr benötigte Krücke anbiete.

Nicht weit von hier befindet sich das Livingstone Memorial. Die hier ansässigen Menschen gehören dem Stamm der Batwa an. Auch Dorf von Chief Chitambo, zu dessen Palast ein Wegweiser zeigt, befindet sich in der Nähe. An diesem Platz südlich der Banguelusümpfe suchte David Livingstone im April 1873 nach der Nilquelle. Die Erforschung der Nilquelle prägte sein Leben und war so tief in ihm verwurzelt, dass er auch bereit war dafür sein Leben zu geben. So geschah es, hier an dieser Stelle, im Süden der Banguelusümpfe.

   
Hier starb Livingston auf der Suche nach den Quellen des Nils
   

Der Weg zurück ist für uns derselbe. Jeder andere würde uns tiefer in die Banguelusümpfe führen. Mit Wehmut fahren wir zurück zur Great Northern Road und fliegen mit 80 Sachen nach Süden. Schwer finden wir einen Schlafplatz, überall sind diese kleinen frechen Fliegen. Aber dann passt es uns ganz gut neben den Bahnschienen und weit genug weg von der Strasse.

 

Wer niemals große Strapazen durchstehen musste, versteht nicht den Zauber der Ruhe

(David Livingstone)

 

Sonntag 16.11.08

 

Buschcamp 70 Kilometer vor Kapiri Mposhi – Lusaka Pioneer Camp

 

Es regnet in der Nacht ein wenig, der Himmel ist am Morgen bewölkt. Eine Tischdecke und eine Kerze zum Frühstück gibt es bei uns immer, wenn etwas Besonderes ist. Heute hat Uwe Namenstag.

Wir rollen durch immer dichter werdendes Farmland nach Lusaka. An der Straße wird neben verschiedenen Gemüses auch das frisch gebraute Hirsebier angeboten.

   
Selbstgebrautes Bier Tomaten im Überfluss
Die Ladung ist umgekippt Eingemauerter VW-Bus
   

Die Frauen am Verkaufstand haben alle drei ein Handy. Die Handyvernetzung in Sambia ist vorbildlich. Da Deutschland aber noch keinen Roomingvertrag mit Sambia zustande gebracht hat funktioniert mein Handy nicht, ich muss also weiter trommeln.

In der Einkaufsmeile decken wir uns mit einigen Notwendigkeiten, aber auch Leckereien ein, und verlassen die Stadt in Richtung Pioneerscamp. Es ist gerade mal ein paar Tage her, dass wir von hier zum Lower Sambesi Park aufgebrochen sind.

 

Lernen kann man stets nur von jemandem der seine Sache liebt, nicht von dem, der sie ablehnt. (Max Bord)

 

 

Montag 17.11.08

 

Lusaka – Choma – Gwembe Safari Farm

 

In der Hauptstadt des Landes bleibt es Dank der hohen Lage kühl. Von den Plakaten an den Straßenlaternen lächelt Sambias Super Model 2008. Wir fahren stadtauswärts auf der Kafueroad, sie bringt uns in Richtung Munalipass. Livingstone hat vom Munalipass aus erstmals den Kafue gesehen. Die Schlaglöcher auf der Straße nehmen an Länge und Tiefe zu. Kilometerweit wächst Zuckerrohr an der Straße. „Der süßeste Platz Sambias“ steht auf großen Plakaten rund um die Zuckerrohr Hochburg Mazabuka. Alle Verkehrskontrollen sind bisher unproblematisch verlaufen.

   
Gabi ergattert eine Tongatrommel Wieder einer dieser schrecklichen LKW-Unfälle
   

In Choma befindet sich ein aktuelles Museum. Es geht hier um die Kultur und Geschichte der Tonga, das vergessene Volk vom Karibasee. Als der Sambesi zum Karibasee angestaut wurde, kommt es 1958 zur Umsiedelung von 57 000 Menschen. Für die Menschen war es katastrophal die Wohnstätten ihrer Ahnen, die sie in den großen Bäumen am Fluss glauben, im Wasser versinken zu sehen. Gewaltsam wurden viele Menschen von ihren vertrauten Plätzen entfernt, es gab Tote. Wie so oft im Lauf der Menschheitsgeschichte bezahlt eine Randgruppe eine ungleiche Rechnung. Die Tongas haben wenig Anteil am Erfolg des großartigen Kariba Projekts, aber sie haben vieles dafür verloren. Derzeit führen noch alle  die Stromleitungen vom Karibastaudamm unerreichbar hoch über den kleinen Dörfern der Tonga hinweg. In Choma nehmen wir den Abzweig zu Gwembe Safaris, eine Farm, die Camping anbietet.

   
Hier werden Backsteine gebrannt Unser Camp auf der Gwembe Farm
   

Auf der Farm werden wir von stürmischem Hundegebell empfangen. Von zwei Jack Russel Terriern werden wir nicht nur bewacht, sondern zur Dusche eskortiert und wieder zurück. Ein Rottweiler und sein großer Freund demonstrieren erst mal ihre Stärke und zeigen die Zähne. Wer keine Hunde mag, dem sei dieser Platz nicht empfohlen.

 

Es ist nicht wenig Zeit, die wir zur Verfügung haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen. (Seneca)

 

 

Dienstag 18.11.08

 

Choma – Buschcamp nahe Livingstone, hoch über der Batokaschlucht des Sambesi

 

Ein Gewitter grummelt am Morgen, wir wollen gar nicht so recht aus dem Zelt. Heute steht  die Fahrt zu den „Mosi-Oa-Tunya“ (Donnernder Rauch), wie die Viktoriafälle bei den Kololo hießen, an. Bei einem Schwätzchen mit der Besitzerin der Campsite, Suesann kommt die Unzufriedenheit mit dem Goverment klar hervor. Als wir uns wenig später auf der einzigen Verbindungsstraße Livingstone - Lusaka befinden, die sich zusehends in Schlaglöchern auflöst, verstehen wir auch was Suesann damit gemeint hat. Das Gouverment reagiert zu spät und nicht ausreichend auf den Straßenzustand. Es regnet unaufhörlich weiter und die Fahrt von 160 Kilometern nach Livingstone wird ein zeitraubendes Unternehmen.

   
Reichlich Regen total kaputte Straße
Die LKW fahren neben der Straße Und hin und wieder bleibt einer stecken
   

Endlich Livingstone, die Stadt trieft vor Nässe. Die Zufahrt zu Marambalodge ist so aufgeweicht, das der Hühnerlieferant im Dreck stecken geblieben ist. Ein kleiner Ruck des Landys und die Hühnchenpost ist wieder mobil. Der Baobab beim „Look out Point“ steht in voller Blüte und der Duft ist betörend. Sein vollendetes grünes Kleid beschränkt jedoch die Sicht vom wackeligen Podest.

   
Der donnernde Rauch Schöner Ausblick auf die Batokaschlucht
Also bleiben wir gleich an diesem wunderschönen Ort oberhalb der Schlucht
   

Die Viktoriafälle sind nicht nur Weltkulturerbe, sondern auch im Reich der Superlativen zuhause. Mit einer Breite von 1688 Metern und einer Tiefe von 108 Metern gehören sie zu den ganz großen Wasserfällen der Welt. Unweit von hier ist Gorge Swing, daneben die Batokaschlucht. Die Natur ist laut und hell. Das Rauschen des Wassers mischt sich mit dem Rauschen des Windes, das Grollen des Donners und das prasselnde Regenwasser gesellen sich dazu. Niederzuckenden Blitze erleuchten die Steilwände der Batokaschlucht. Ein gespenstisch schöner Anblick.

 

Wenn einer allein träumt, dann bleibt es ein Traum. Wenn aber alle gemeinsam träumen, dann wird es Wirklichkeit.

(Hélder Câmara)

 

Mittwoch 19.11.08

 

Buschcamp Batokoaschlucht Livingstone – Buschcamp hinter Abzweig zum Chobe Park

 

Die Viktoriafälle in der Trockenheit sind nicht gerade ein tolles Schauspiel, vor allem wenn man sie schon im vollen Erguss gesehen hat und weiß, wie dass die Sinne mitreißt. So verzichten wir, zumal auch kein Fotografierwetter ist und machen uns auf den Weg zur Brücke nach Zimbabwe. Nicht mal unsere Pässe werden eingesehen.

   
Blick von der Brücke nach Süden Blick auf die Brücke von der Simbabweseite aus
Kajakfahren und Bungiejumping ein großer Nervenkitzel Die Fälle sind zu dieser Zeit an vielen Stellen wie dort trocken
   

Wir bekommen einen Gate Pass und wandern über die Brücke in Richtung Zimbabwe. Bungeejumping von einer der höchsten Brücken, wer es noch nicht gemacht hat, kann es hier nachholen. Die Ausreise aus Sambia ist etwas chaotisch. Geduld und noch mal Geduld, lächeln und noch mal lächeln, dann geht das schon. Es ist ein recht wildes Durcheinander beim Grenzübertritt und vor der Fähre. Wir waren wohl ein wenig lange im Busch, und sind Menschenaufläufe gar nicht mehr gewöhnt. Eine hübsche, junge Frau verkauft die köstlichen Schmalzbällchen. Als zweites Frühstück gerade recht. Für 160 Südafrikanische Rand oder 20 US$ ist die Passage über den Sambesi für Geländewagen zu haben. Beifahrer müssen aussteigen und zu Fuß auf den Kutter.

   
Immer schön gerade auf die Kazangulafähre und wieder vorsichtig runter
   

Am anderen Sambesiufer fliehen die Menschen schnell in sämtliche Himmelsrichtungen, selbst die hartnäckigen Souvenirverkäufer. Es fängt es an zu regnen, das ist gut für das Land und die Menschen, die den fruchtbaren Boden brauchen. Träge fließt der Sambesi hier dahin. Auf einer zwischengelagerten Insel sitzt ein Schreiseeadler. Ein Fischerboot kommt ihm zu nahe und der große stattliche Vogel hebt seine Schwingen. Der Adler als symbolträchtiges Tier auf vielen Landesfahnen und Wappen gerne geführt. So auch auf der Landesfahne von Sambia, da steht das Tier als Symbol der Stärke, sich über alle Probleme hinweg zu heben. Viel Glück großer stolzer Vogel, viel Glück herrliches Sambia und auf Wiedersehen den wunderbaren Menschen dieses Landes.

 

Track Botswana

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Botswana

 

Es fängt schon wieder zu schütten an. Wir sind entschlossen in Kasane zu tanken und fahren an der Kazungula Tankstelle, wo eine Schlange Brummis steht, vorbei. Ein grober Fehler, weil wir in Kasane an einer trockenen Säule stehen. Also wieder die 12 Kilometer zurück. Die hier sonst geschäftigen Tankwarte rühren sich nicht vom Fleck, es gibt erst in zwei Stunden wieder Diesel. Während wir uns auf mindestens weitere drei Stunden Wartezeit einrichten gerät plötzlich Bewegung in die lange Brummischlange. Wie von Zauberhand gesteuert rinnt nun Diesel aus allen Säulen. In Kasane kommen wir nicht umhin noch ein paar weitere Vorräte aufzufüllen. Dann lassen wir den Ort hinter uns, ein wenig müde wegen der vielen Menschen und des großen Angebots.

   
Erst freuen wir uns über den schönen Platz doch dann braut sich schon wieder was zusammen
   

Hinter dem Abzweig in den Chobe Park schlagen wir am Rand einer Pan, eigentlich ein großes gigantisches Sandloch, unser Lager auf. Allzu lange dauert es nicht bis sich die Wolken verdichten und das Gewitter sich entlädt.

 

Nenn dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind, wirklich arm ist nur der, der nie geträumt hat. (Marie von Ebner-Eschenbach)

 

Donnerstag 20.11.08

 

Buschcamp – Hinter Abfahrt Chobe Park – Buschcamp zwischen Gweta und Maun

 

Treffe beim morgendlichen Weg hinter den Busch auf  Wasserbüffel. Reglos verharren die Tiere, die zu den stolzen „Big Five“ gehören. Die Büffel haben schon längst Wind von mir bekommen und äugen neugierig in meine Richtung. Wer hat jetzt mehr Herzklopfen, die Büffel oder ich. Gegenseitiges taktieren, ich rühre mich nicht vom Fleck. Ein Büffel nach dem anderen kommt über die Kuppe.

   
Ob wir da erst mal laut hupen sollen Was für ein Affentanz
   

Die Nacht hat es durchgeregnet, wir fahren zurück zum Gate und fragen nach dem Pistenzustand im Chobe Park. Bis Savuti ist alles OK, aber weiter in Richtung Moremi und Maun geht nichts mehr. Wir schmeißen unser Planung um, fahren zurück nach Kasane und weiter Richtung Nata. Erst geht es flott voran, dann läst die Qualität der Piste nach, sie hat wohl ihre Halbwertzeit erreicht. Ein prächtiger Elanbock äst am Straßenrand, behäbig bring er seine Masse in Schwung. Es regnet wieder, an der Dassiekontrolle heißt es Füße abtreten. Durch den Regen ist das Becken angefüllt und die undefinierbare Desinfektions-Brühe läuft mir in die Schlappen. Die Straße führt wieder durch Elefantenland, immer dichter werdender Mopanewald hüllt uns ein.

   
Detailaufnahme vom Elfenbeinträger Auch die Straße Kasane - Nata hat ihre Halbwertszeit überschritten
   

Die Piste wird schließlich vor Nata besser. In Nata erfolgt dann die Richtungsänderung von Norden kommend, scharf nach Westen. Nach 421 Kilometern Tagesleistung ist der Ausläufer der Makgadikgadik Pan erreicht. Der Blick reicht bis zum Horizont über die brettflache Landschaft, in der sich das gelbe Gras im Wind wiegt. Die bisher geschlossene graue Decke am Himmel lockert sich auf und formiert sich zu Wolken. Etwas Blau scheint hindurch und einige Sonnenstrahlen wärmen die nasse Erde. Ein Geruchgemisch aus nasser Erde und abgestorbenen Pflanzen dringt in die Nase. Wir campieren unweit der Piste zwischen Ghanzi und Maun, an der alten Straße. Ein übriggebliebenes Schild steht noch da, 360 Kilometer bis Francistown.

 

Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du auch immer willst, was du tust. (Leo Tolstoi)

 

Freitag 21.11.08

 

Buschcamp Gweta/Maun – Buschcamp vor Kang

 

Gerade bevor es anfängt zu nieseln ist das Zelt eingepackt und wir rollen zurück auf die Straße nach Maun. Schon von Ferne sind die kreisenden Geier zu sehen.

   
Der Umweltpolizei zuzuschauen kann manchmal ganz schön grauslich sein
   

Drei Esel liegen neben der Straße, bereits zur Unkenntlichkeit abgenagt. Wir überqueren den Boteti, das Land ist sehr grün, die vielen Regenschauer der letzten Woche waren nicht ohne Wirkung. In Maun kostet der Liter Diesel 6.94 Pula und ist damit schon deutlich billiger als in Sambia. Dann wendet sich unser Weg in Richtung Süden zum Trans Kalahari Highway, wir erreichen das Kukefence Gate. Hier werden alle Fahrzeuge die aus dem Wildparkgebiet kommen gefilzt, um eine Ausbreitung der Maul und Klauenseuche zu verhindern. Dass die Kontrollen so scharf sind, damit haben selbst wir nicht gerechnet. Im Abstand von wenigen Kilometern werden wir 3-mal gefilzt, und das gründlich.

   
So sieht es hinter uns aus und so vor uns in Richtung Süden
   

Die Sonne spitzelt durch die Wolken und Kang ist gerade mal 250 Kilometer entfernt. Wenig später schlagen wir mitten in der Kalahari und 200 Kilometer vor der Tankstelle Kang unser Lager auf. Drei Springböcke suchen das Weite, die Vögel lassen sich von uns aber nicht beirren. Die Wolken verschwinden, von dem ständigen kühlen Wind getrieben, und die Sterne erstrahlen am Himmel.

   
Tausendfüßler beim Hindernislauf Kuh mit Elefantenwatscheln
   

Ein Lagerfeuer erwärmt uns, der Abend ist kalt. Der aufkommende Wind treibt den Rauch des erlöschenden Feuers in das Zelt, Uwe geht hinunter und parkt das Auto um, sonst sind wir morgen früh zwei Räucherstäbchen.

   
Schöne Abendstimmung bei Lagerfeuerromantik
   

Um Mitternacht reißt mich ein Donnerschlag aus dem Schlaf, dann ergießt sich ein ausdauernder Schauer über das Land.

 

Man muss schlaflose Nächte haben, um etwas von dem Geheimnis der großen Stille Mitternacht zu wissen (Ferdinand Ebner)

 

Samstag 22.11.08

 

Buschcamp vor Kang – Buschcamp vor Mabuasehube Park

 

Am Morgen heult eine Hyäne, aber weit weg. Die Sonne geht auf und sofort ist es warm, dieser Genuss ist aber nur von kurzer Dauer. Zwei Stunden später schon verdichten sich die Wolken und ein einheitliches Grau bedeckt den Himmel. Die Landschaft wird trockener, immer wieder huschen Buschböckchen in das Dickicht davon. Dann die große Überraschung, eine weitere Maul und Klauenseuche Kontrolle. So haben wir das noch nicht erlebt. In Kang tanken wir und fahren in Richtung Hukuntski, von dort weiter nach Lockgwabe. An der Piste zum Park wird gebaut. Der ehemals zauberhaften Route ist ein Stück Seele entrissen, sie hat von ihrem Charisma schon gewaltig verloren. Irgendwo mittendrin liegt der Gräder auf Eis, das heißt viel mehr im Sand. Unweit davon lagern wir.

   
Wir lassen wieder etwas Luft aus den Reifen und auf der Sandpiste geht es weiter
Gabi sammelt Stacheln von einem Stachelschwein auf Der kaputte Gräder steht schon längere Zeit
So richtig Kalahari - Abendstimmung bei Lagerfeuer
   

Kalahari Ruhe, ein Schakal trollt sich eilends davon, die Vögel und Grillen bleiben. Sehr gemütlich hier, wie im Urlaub. Wieder wärmt uns ein Feuer, es erhellt die nächste Umgebung, aber es macht den Sternen am Himmel nicht ernsthafte Konkurrenz. Mitten in der Nacht kommt der Schakal zurück. Er umkreist wütend bellend und knurrend das Auto, dann trollt er sich.

 

Bewahre in allen Dingen die Freiheit des Geistes, und sieh zu wohin er dich führt

(Ignatius von Loyola)

 

Sonntag 23.11.08

 

Buschcamp vor Mabuasehube – Park 

 

Der höfliche Steward lässt uns auch ohne Buchung in den Park. Wo wir Löwen sehen können, will uns der freundliche Mann nicht beantworten. Der Park scheint wie leergefegt. Eine Südafrikanische Familie gibt uns dann den Hinweis wo die Katzen sind. Irgendwie wirken die Löwen hier stärker und größer, als die in Sambia. Es ist wieder sehr heiß, die Raubtiere dösen unter dem Schattendach. Die zwei Junge spielen miteinander und ärgern die Tante, die offensichtlich hochträchtig ist. Es genügen ein Zähnefletschen und ein Patschen mit der gewaltigen Pranke, dann herrscht wieder Mittagsruhe. Die Löwen beanspruchten das Schattendach mit einer großen Selbstverständlichkeit und machten keinerlei Anstalten von dort weg zu gehen.

   
Dig Dig Kuduweibchen
Unter diesem Dach (unser gebuchtes Camp) liegt so allerlei
Löwenmutter und Pascha
bemerken uns und da muss der Kleine gleich mal richtig fauchen
   

 

Sorge nicht, wohin dich der einzelne Schritt führt: Nur wer weit blickt, findet sich zurecht (Dag Hammarskjöld)

 

Montag 24.11.08

 

Mabuasehube Park – Mpaathutlwa Pan

 

Da wir nun im Epizentrum der Löwen sind stehen wir sehr früh auf, um zu „unseren“ Löwen zu fahren. Die Gruppe lauert im hohen Gras, wir warten. Die jüngere Löwendame kommt mit ihren zwei Kindern hoch und legt sich in den Schattenwurf des Landrovers, der mit dem Höhersteigen der Sonne wandert.

   
Löwen auf der Piste, ob ich da mal hupen soll? Na also, klappt doch!
Kinderpflege Immer schön dem kühlenden Schatten entlang
Hat der Kleine doch glatt gemeint wir hätten ihn nicht gesehen
Wir könnten den Kleinen beim Spielen unaufhörlich zuschauen
Baby beißt Baby Baby greift Baby von hinten an
Anderes Baby beißt zurück und schaut dann zu uns rüber
Kalahari - Abendstimmung Hier und da geht ein Schauer nieder
Heute müssen wir unsere Behausung nicht mit den Löwen teilen Wo sind die Löwen?
   

Bald brennt ihr die Sonne direkt auf den Kopf, schnell wird es ihr zu heiß. Sie steht auf und macht Anstalten zu gehen. Dann aber fällt sie nur um und liegt nun am linken Vorderreifen. So nahe, dass es fast nicht mehr möglich ist zu fotografieren ohne halb aus dem Auto zu hängen. Die Jungen spielen und das macht hungrig. Als die Löwenkinder gesäugt haben, schlafen sie erschöpft ein. Auch die Mutter gönnt sich ein Nickerchen und würde wohl noch weiter schlafen, wenn nicht der umtriebige Geist ihrer Nachzucht wäre. Der Schwanz der Mama ist doch das beste zu jagende Objekt. Ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch, die Tiere ziehen aus allen Richtungen zum Wasserloch, die Wolken verziehen sich, die Sterne gehen auf. Schakale bellen, ein Uhu und viele andere Tiere hauchen der Afrikanischen Nacht diese besondere Stimmung ein.

 

Lebenskünstler nehmen von allem ein wenig, aber immer nur das Beste.

(Jacques Chardonne)

 

Dienstag 25.11.08

 

Mpaathutlwa Pan

 

Löwengebrüll erfüllt die laue Nacht. Feiern die Tiere ein Festmahl? Brüllt der Pascha seinen Machtanspruch auf das erlegte Tier in die lauschige Nacht? Ist es Wut und Zorn der frei gelassen wird über eine missglückte Jagd?

   
Man(n) schämt sich und Frau ist unzufrieden
Wer bekommt die meiste Milch? Mittagsnickerchen auf großer Pfote
Huch was ist das was sich da bewegt Die werden doch keine Angst vor ihrem eigenen Schatten haben
Da haben wir ihn dann doch noch im hohen Gras entdeckt Nicht nur die Mutter muss herhalten
Rießentrappe Erdmännchen und ermattete Gabi
Die Löwen sind nur 400 Meter weit Zeit ins Dachzelt zu verschwinden
   

Ganz nahe am Auto sind am Morgen die Abdrücke der großen Löwenpranken, gefolgt von zweimal kleinen Pranken zu sehen. Die Tiere liefen  auf dem Weg zum Wasserloch hier vorbei und das auf leisen Sohlen, wie es sich für Katzen gehört. Der Tag gehört ganz den Löwen. Nach Mitternacht Löwengebrüll vor dem Landy, hinter dem Landy, 20 Meter neben dem Landy. Es ist eine dunkle, kühle Nacht und nur die Schattenrisse der Tiere sind zu erkennen, aber die Lautstärke ist sehr eindrucksvoll.

 

Wer Kraft hat braucht keinen Verstand (Gorbatschow)

 

Mittwoch 26.11.08

 

Mabuasehube Park – Kalaghadie Transfrontier Park, Nossobcamp

 

Erst mit dem Sonnenaufgang kehrt Ruhe ein. Eine Hyäne spaziert durch die Pan zum Wasserloch, die Gemsböcke sind wie weggeblasen. Langsam suche ich mit dem Fernglas die Ränder der Pan ab, keine 50 Meter neben dem Wasserloch ruhen die Löwen. Bis wir ankommen sind die Tiere verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt.

Also packen wir den langen Ritt nach Nossob an. Ab der Bosongobolo Pans sind es  nur noch 170 Kilometer bis ins Nossobvalley. Diese Route ist ein Muss für alle Offroad- und Wüstenfans. Dünenschaukeln durch eine der schönsten Landschaften, welche die Kalahari als die größte zusammenhängende Sandfläche der Welt zu bieten hat. Die hügelige Strecke führt durch roten Sand und ist gerahmt von grünen niederen Büschen und lichten Baumbeständen. Ab der Hälfte der Strecke glänzt der Park durch einen überraschenden Tierreichtum. Große Gruppen von Kuhantilopen, Oryx, unzählige Dik Dik, Vögeln, und wir staunen über 15 Elanantilopen.

   
Ein letzter Blick hinüber zu den Löwen Oryx
Minischildkröte Elandantilopen
Gnu Sidelwebervögelnester
Sandsturm im Nossobvalley Wir haben das Nossobvalleycamp erreicht
   

Mit jedem Kilometer, den man dem Nossobvalley näher kommt, werden die Dünen höher und tiefsandiger. Deshalb sind über die Dünen zum Teil schon einige Beipässe für leistungsschwächere Fahrzeuge entstanden. Es ist brütend heiß heute, der Wasserverbrauch hoch. Die Afrikanische Gewitterküche braut wieder etwas ganz Besonderes zusammen. Auf zwei Seiten erheben sich gigantische Wolken in den Himmel. Wie dichter Nebel baut sich eine Staubwolke auf. Es tröpfelt, donnert, der Sturm tobt und treibt den Staub über das Camp. Dann ist es vorbei, so schnell wie es gekommen ist, hört es wieder auf, nichts ist nass geworden. Viel Getue und nichts dahinter.

 

Wenn du nicht aus deiner kleinen Welt ausbrichst, wirst du nie verstehen, wie groß die Welt tatsächlich ist (Angelina Jolie)

 

Track Südafrika

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Südafrika

 

Donnerstag 27.11.08

 

Nossobcamp Kalaghadi Transfronier Park – Buschcamp 10 Kilometer hinter Kenthard  

 

Mitten in der Nacht fetzte dann das Gewitter über den Platz. Wenige Meter hinter dem Gate von Löwenpranken zerwühlter Sand, ausgerissene und abgebrochene Borsten von einem Stachelschwein. Unweit von dieser Stelle liegt mitten auf der Piste eine eingerollte Puffotter.

   
Adler wartet auf Termik Puffotter
Rießentrappe auf der Balz (Aufgeblähter Hals) Junger Schakal
Kuhantilope Wildkatze
Ein Gepard  verschwindet langsam hinter der Düne
Bei Rooiputz sichten wir einen, nein zwei Mähnentiere
   

An der Stelle wo sich Auob und Nossob vereinen frühstücken wir in aller Ruhe. Die Sonne steigt höher, die Wasserstellen sind leergefegt, die Tiere suchen den Schatten. Verblichene  Knochen liegen herum her und vertrocknete Karkassen. Bei der Wasserstelle Roiputz ruhen zwei Löwen im Schatten. Ein Gepard verharrt reglos mitten auf der Piste, seine Muskeln zucken nervös unter dem Fell, dann jagt er in langen Sätzen über die Düne davon. Ausreise in Two Rivers, Einreise nach Südafrika Twee Revieren. Diese Station ist mittlerweile stärker frequentiert, weil das jahrelang gesperrte Mata Mata Gate nach Namibia wieder offen ist. Die Zufahrt zum Park von Süden ist frisch geteert. Noch nie hat Teer so gut gerochen, tief Schwarz hebt sich das neue Asphaltband im roten Kalahari Sand ab.

Noch 190 Kilometer nach Upington. Eine Marathon Distanz geradeaus ohne eine Kurve, so weit reicht der Blick zum Horizont. Inkbos Pan, Swart Pan, Rooi Pan, Koo Pan… so geht das Kilometer um Kilometer weiter. Der Weg zurück in den Konsum, in den Kommerz, der Weg zurück in die Zivilisation und in den Alltag. Die Gegend wird flacher, die Hügel der Kalahari bleiben im Norden zurück. Noch 80 Kilometer bis Upington. Uwe ist müde und ich fahre. Der Landy bekommt jetzt die Sporen gezeigt, ich mache aus dem Landy ein flottes Lottchen. Die Drähte der Stromleitungen werden in der Nähe von Upington schon 8fädig zur großen Freude der Siedelweber, die hier ganze Grosstädte erbauen können. Jonny Cleg läuft im Radio, Nachrichten aus aller Welt tröpfeln aus dem Äther. Von Norden durchfährt man die kleine Industriezone Upingtons und ist schnell im Zentrum der Stadt. Während ich mich in die südafrikanisch dimensionierte Shoppingmeile zum Einkaufen aufmache, gönnt sich Uwe einen Megacappuccino. Vorbei an den übervollen Regalen und bedudelt von der Weihnachtsmusik, suche ich Milch. An jeder Ecke steht ein echt wirkender Plastiknikolaus, goldene Engelchen und Sterne hängen von der Decke. Der volle Laden wirkt erdrückend. Wir brauchen Milch und eine Kuh zum Melken ist nicht da. Als ich nachfrage, werde ich genau an das andere Ende des Ladens geschickt. Während ich durch die vollgestopften Regalwände gehe, erinnere ich mich an die Frauen am Straßenrand in Sambia. An die kleinen Schwätzchen bis Tomaten und Kartoffeln ausgesucht waren, die interessierten Augen, die lächelnden Gesichter. Vor der Milchwand bin ich umgeben von maskenhaften Gesichtern, deren erstarrter, suchender Blick über das vollgepfropfte Regal gleitet. Die Menschen sind in sich gekehrt, bei der Entscheidung zwischen dreierlei haltbarer Milch im Tetrapack, über Fat free, low Fat, oder full Cream. Dasselbe dann nochmals nebenan im Frischeregal und das Ganze dann von 4 verschiedenen Firmen. Das ist nur eine der Errungenschaften der Zivilisation. Wir haben die letzten Wochen sehr gut ohne damit gelebt, aber wir werden uns schnell wieder daran gewöhnen. Buschcamp oder Campsite?

   
Von Tweerevieren an feinster Asphalt Wir überqueren den Orange
So weit das Auge reicht Letztes mal Buschcamping
   

Wir wählen noch einmal die Natur. Die Sonne zaubert das Land in einem sanften orangefarbenen Ton. Was macht dieses Afrika mit uns? Nun, wer Afrika erlebt hat, den lässt es nicht mehr los oder er lehnt es für immer ab. Wer einmal den Horizont für sich allein auf einer schnurgeraden Piste näher kommen sah, wer einmal die Stimmung eines afrikanischen Sonnenuntergangs in sich hineinrinnen gespürt hat, der will das wieder haben. Wer sich den Menschen Afrikas einmal öffnet, wird es immer wieder tun wollen. Wer die tiefe Ruhe und die Einsamkeit der AfrikanischenWeiten erlebt, Tiere beobachtet hat und vom Zauber einer Afrikanischen Nacht ergriffen wurde, darf sicher sein, dass es ihn immer wieder dahin zieht. Es fällt uns schwer zurück zu kehren, haben wir Land und Leute je näher gespürt als in Sambia?

Vor Einbruch der Dunkelheit biegen wir ein auf die Piste nach Poffader und stehen, wenig Besonders, einfach nur neben der Straße. Ein rumpelndes Geräusch, das nicht näher kommt auch nicht weiter geht, hallt in der Ferne. Es ist der Erzzug von Sisshen nach Saldanah. Irgendwann verliert sich der Laut um später wieder zu kommen. Die Nacht ist sehr ruhig. Keine Zikaden, keine Grillen, man könnte eine Nadel fallen hören. Nur das leise rumpelnde Geräusch des Erzzuges wird durch die Nacht getragen, das ist alles. Am Morgen durchbricht das zarte Gezwitscher einiger Vögel die Stille.

 

Die Natur breitet ihre Arme für uns aus und lädt uns ein, uns an ihrer Schönheit zu erfreuen. Wir aber fürchten ihr Schweigen und eilen in die beengten Städte und drängen uns zusammen wie die Schafe auf der Flucht vor dem wilden Wolf. (Khalil Gibran)

 

 

Freitag 28.11.08

 

Buschcamp hinter Kenthard – Kapstadt 

 

550 Kilometer Luftlinie Kapstadt, um 7 Uhr morgens sind wir schon reisefertig. Schweigsam sind wir unterwegs, jeder sammelt in Gedanken noch mal die für ihn wichtigsten Eindrücke dieser Reise. Mit der Überfahrt des Vanryhnspass, bleibt das Farmland im Rücken zurück und das Obstparadies rund um den Clanwilliam und Elephantsfluss breitet sich aus. Der Pikeniersklofpass ist die nächste Hürde. Damit bekommt die Landschaft einen völlig neuen Ausdruck des Lebens und der Zivilisation. Der erste Blick auf den Tafelberg, wir sind zurück!

   
Von der Randstufe hinab in die Tiefebene Der Tafelberg im Hintergrund
   

 

You go away for a long time and return a different person –you never come all the way back. (Paul Theroux)




 

Roadbook Tour Südafrika – Namibia – Sambia – Botswana – Südafrika 2008
(um sich die Wegpunkte auf Google Earth anzeigen zu lassen klicke bitte hier ...)
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Wpt.

Breite

Länge

KM

Anzahl Übernachtung

KM Gesamt

Ort

Richtung

 

 

 

 

 

 

 

 

14

S 33°50.161

O 18 °29.713

0

 

 

Sandpiper Crescent

N7

15

S 33° 51.762

O 18 ° 31.129

 

 

 

Roverlandwerkstatt

 

16

S 30° 38.957

O 18 ° 3.581

652

1

652

Camp nahe N7

 

17

S 25° 53.969

O 18 ° 5.389

651

2

1303

Camp nahe Brukkaroskrater

 

19

S 20° 7.06

O 16 ° 57.724

745

3

2048

Camp nahe Bahnlinie

 

20

S 18° 47.268

O 18 ° 56.061

 

 

 

Veterinary Gate und Tor nach Afrika

 

21

S 18° 2.761

O 21 ° 58.792

682

4

2730

Camp nahe Bangani

 

22

S 17°13.613

O 24 ° 6.265

 

 

 

Schöner Platz am Abzweig zum Sioma NP

 

24

S 16°46.596

O 23 ° 43.304

398

5

 

Camp an Sambesiflussschleife

 

25

S 16°39.502

O 23 ° 34.079

 

 

 

Abzweig zu Ngomafalls

 

28

S 15°16.002

O 23 ° 6.111

223

6

 

Camp nahe Mongu

 

29

S 15° 12.36

O 22 ° 55.357

 

 

 

Fähre Richtung Kalabo

 

30

S 15°10.936

O 22 ° 49.859

 

 

 

Wieder Asphaltstraße

 

31

S 14°59.187

O 22 ° 40.779

 

 

 

Durchquerung des Kalaborivers

 

32

S 14°59.052

O 22 ° 40.916

 

 

 

Wieder auf Zufahrtsstraße Liuwaplains

 

33

S 14°31.555

O 22 ° 39.458

162

7

 

Camp (mit Permition vom Manager)

 

35

S 14°25.521

O 22 ° 39.545

 

 

 

Gabelung nahe Wasserloch

Nach rechts Richtung SO

36

S 14° 26.49

O 22 ° 43.747

 

 

 

Erstes Dorf

Weiter Ost

37

S 14°26.949

O 22 ° 45.698

 

 

 

Wieder auf T4A

Weiter Ost

38

S 14°26.039

O 22 ° 56.659

 

 

 

Wieder im Barotseschwemmland

Weiter Ost

39

S 14°22.837

O 23 ° 13.975

 

 

 

Fähranleger Westseite

 

40

S 14°23.065

O 23 ° 14.214

 

 

 

Fähranleger Ostseite Lukulu

 

42

S 14°25.417

O 23 ° 26.441

124

8

 

Buschcamp

Richtung Kafue

43

S 14°36.953

O 26 ° 11.562

369

9

 

Lufupa Camp / Kafue

 

44

S 14°17.718

O 25 ° 55.403

 

 

 

Wendepunkt Busangaplain

zurück

43

S 14°36.953

O 26 ° 11.562

137

10

 

Lufupa Camp / Kafue

 

45

S 13°57.918

O 26 ° 11.843

 

 

 

T-Stück

Rechts Ost

46

S 14°33.087

O 26 ° 28.636

197

11

 

Buschcamp Kafue

 

47

S 14°33.084

O 26 ° 28.611

 

 

 

Furt Nordseite Kafue

 

48

S 14°33.175

O 26 ° 28.572

 

 

 

Furt Südseite Kafue

 

50

S 15°23.716

O 28 ° 27.084

328

12

 

Pioneercamp / Lusaka

 

51

S 15°45.913

O 29 ° 13.195

149

13

 

Mvuu Camp

 

53

S 15°40.894

O 29 ° 24.712

 

 

 

Löwen

 

54

S 15°40.976

O 29 ° 24.904

 

 

 

Elephanten baden im Sambesi

 

55

S 15°43.235

O 29 ° 19.939

79

14

 

Communitycamp

 

56

S 15°36.348

O 29 ° 45.364

 

 

 

Wegedreieck

Nord

57

S 15°33.634

O 29 ° 41.124

 

 

 

Wegedreieck

Rechts Nord

58

S 15° 18.42 

O 29 ° 15.125

178

15

 

Buschcamp

 

59

S 13°56.811

O 31 ° 36.873

 

 

 

nahe Gefängnis

Links ab

61

S 13°55.098

O 31 ° 35.849

391

16

 

Buschcamp

 

62

S 13° 6.077

O 31 ° 46.683

130

17

 

Flatdogscamp

 

62

S 13° 6.077

O 31 ° 46.683

0

18

 

Flatdogscamp

 

63

S 13° 8.892

O 31 ° 44.086

 

 

 

Sieht aus wie eine Furt od. ehem Fähre durch den Luangwa

 

64

S 13° 4.368

O 31 ° 47.056

 

 

 

Hippokill und Rudel Löwen

 

62

S 13° 6.077

O 31 ° 46.683

73

19

 

Flatdogscamp

 

65

S 13° 5.004

O 31 ° 47.129

 

 

 

Totes Hippo

 

66

S 13° 5.107

O 31 ° 46.91

 

 

 

Weiteres totes Hippo

 

67

S 13° 5.163

O 31 ° 46.807

 

 

 

Weiteres totes Hippo

 

62

S 13° 6.077

O 31 ° 46.683

91

20

 

Flatdogscamp

 

68

S 13° 4.342

O 31 ° 47.136

 

 

 

Hippokill mit Löwenrudel

 

69

S 13° 8.214

O 31 ° 50.954

 

 

 

Abzweig von Mfuweroad Richtg. Northluangwa

Nach Nord abzweigen

70

S 12°47.891

O 32 ° 3.646

 

 

 

Schöner Ausblick auf den Luangwa

 

71

S 12°28.824

O 32 ° 9.501

 

 

 

Wegegabelung

Links nach Nord-Ost

72

S 12°27.755

O 32 ° 8.706

 

 

 

Abzweig

Links nach Ost

73

S 12°27.918

O 32 ° 8.499

 

 

 

Furt durch den Luangwa

Nach Ost auf die andere Flußseite

74

S 12°27.836

O 32 ° 8.319

 

 

 

Ausfahrt über eine Kante

Ost

75

S 12° 28.09

O 32 ° 6.472

 

 

 

T-Gabelung

rechts

76

S 12°28.044

O 32 ° 6.402

 

 

 

Gabelung

links

77

S 12°25.711

O 31 ° 58.796

 

 

 

Landebahn

 

78

S 12°24.189

O 31 ° 55.431

178

21

 

Buschcamp

 

79

S 12°21.162

O 31 ° 41.39

 

 

 

Dorf

 

80

S 12° 22.17

O 31 ° 40.15

 

 

 

Wegegabelung

Links nach Süd

81

S 12°23.489

O 31 ° 39.515

 

 

 

Wegegabelung Route 5

Rechts nach Ost

82

S 12°19.355

O 31 ° 32.229

 

 

 

Checkpoint auf dem Esquarpement

 

83

S 12° 6.422

O 31 ° 15.733

 

 

 

Great Northern Road

links

84

S 12°34.367

O 30 ° 14.045

350

22

 

Camp im Kasanka NP

 

85

S 13°40.642

O 29 ° 17.15

317

23

 

Buschcamp nähe Bahndamm

 

50

S 15°23.716

O 28 ° 27.084

315

24

 

Pioneercamp / Lusaka

 

86

S 16° 6.662

O 27 ° 5.333

 

 

 

Craftmarket

 

87

S 16°48.408

O 26 ° 57.108

321

25

 

Camp auf Farm

 

88

S 17°54.343

O 25 ° 51.357

 

 

 

Mögl. Buschcamp 10 mtr. Neben dem  Sambesi

 

90

S 17°56.793

O 25 ° 51.282

220

26

 

Buschcamp an der Sambesischlucht

 

92

S 17°56.389

O 24 ° 43.713

184

27

 

Buschcamp nähe Ngomabridge

 

93

S 20°13.207

O 24 ° 37.999

550

28

 

Buschcamp

 

94

S 21° 6.991

O 22 ° 21.403

 

 

 

7 km nach Vet.Gate 2. Kontrolle

 

95

S 21°10.132

O 22 ° 18.523

 

 

 

7 km nach 2. Kontrolle 3. Kontrolle

 

96

S 22°25.505

O 21 ° 45.063

540

29

 

Buschcamp

 

97

S 23°19.232

O 22 ° 27.003

 

 

 

Weitere diseasecontrol

 

98

S 24°44.061

O 22 ° 0.017

393

30

 

Buschcamp

 

99

S 25° 3.969

O 21 ° 58.826

 

 

 

Löwenrudel auf Camp 2 Payathutlwapan

 

100

S 24°58.833

O 21 ° 59.617

139

31

 

Camp Mabuasehubepan

 

101

S 25° 3.68

O 21 ° 58.996

67

32

 

Camp 1 Payathutlwapan

 

101

S 25° 3.68

O 21 ° 58.996

7

33

 

Camp 1 Payathutlwapan

 

102

S 25° 14.37

O 22 ° 2.597

 

 

 

Wegegabelung bei Bosobogolopan

Ost Richtg Nossob

103

S 25°14.986

O 21 ° 30.698

 

 

 

Alternative Motopicamp 2 (wir nicht)

 

104

S 25°14.456

O 21 ° 24.411

 

 

 

Alternative Motopicamp 1 (wir nicht)

 

105

S 25°25.361

O 20 ° 35.81

200

34

 

Nossobcamp

 

106

S 26°23.749

O 20 ° 41.596

 

 

 

Gephard

 

107

S 29° 24.53

O 21 ° 3.314

399

35

 

Buschcamp

 

14

S 33°50.161

O 18 °29.713

721

36

 

Sandpiper Cres.

N7




 

Kapstadt -> Grenze Namibia Nambia bis Grenze Sambia Sambia bis Grenze Botswana Botswana bis Kapstadt
Diashow Roadbook Tracks auf Google Earth Wpt.auf Google Earth

 

 

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