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Sambia

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Safari im Luangwepark. Ungewollte spannende Abkürzung mit Überfall von Tse Tse Fliegen. Donnernder Rauch auf den Spuren von Livingston.
 

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Am gleichen Tag reisen wir in Sambia ein und schaffen es noch bis zum Luangwe Nationalpark, 10.000km² gross. Hier gibt es die Big Five zu sehen. Es ist müßig aufzuzählen was wir alles sahen, einfacher und schneller beantwortet sich die Frage was nicht zu sehen war.

 

 

Großkatzen sieht man nur nachts und Nashörner gibt es eigentlich so gut wie keine. Der Park bietet eine vielfältige Tierwelt wie wir sie nur aus dem Chobenationalpark kennen. Zwei herrliche Tage verbringen wir hier und nachts erfreuen uns die grunzenden Hippos. Die Sambier sind ausgesprochen freundliche Menschen, die immer ein Lächeln übrig haben. Sie leben in Bambusrundhütten und bewirtschaften kleine Äcker mit Mais und Baumwolle, sowie Gemüse für den Eigenbedarf. Die Männer kleiden sich durchwegs westlich und die Frauen zum Teil auch. Aber viele tragen die bunten Kangas um den Körper geschlungen und fast alle Frauen haben ein Kind auf dem Rücken. Kinder sind in Sambia genauso neugierig wie anderswo und Bonbons möchten sie auch. Für die Schule haben sie Uniformen so ganz nach dem englischen Vorbild. Auf dem Land gibt es kaum Autos, deshalb auch wenige gute Strassen.
Zum Transport für alles mögliche dient hier das Fahrrad. Sambia hat eine Fläche von 752.614 km² und 8.300.000 Einwohner. Da die Piste, welche wir von Chipata kamen sehr schlecht war, nehmen wir für die Weiterfahrt eine Abkürzung. Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden, weit gefehlt. Die Route von Mfuwe beim Park nach Petauke entwickelt sich als echtes Abenteuer. Der Weg wird nach 20 km zu einem Trampelpfad und mühsam müssen wir uns den Weg durch hochgewachsenes Gras und Mopanebüsche bahnen. Zu allem Übel setzen uns die Tse – Tse Fliegen schrecklich zu. Es ist sehr heiß, wir schließen die Fenster und machen nur das Gebläse an, aber gerade hier dringen die eifrigen Blutsauger in das Auto ein. Als wir um eine Wasserdurchfahrt abzuklären kurz aus dem Auto müssen, sind gleich wieder unzählige Fliegen hinein gehuscht. Die Stiche tun weh und jucken über viele, viele Tage. Groß wie Schmeißfliegen und sie haben keinerlei Scheu in die Ohren und Nasenlöcher vorzudringen. Man hört sie nicht, man spürt sie nicht, bis sie stechen. Wir kommen einfach nicht vorwärts und nach erst nach 80 km Trampelpfad wird die Situation besser. Da es schon dunkel wird, schlagen wir an Ort und Stelle ca. 60 km vor Petauke, mitten im Busch, unser Lager auf. Leicht genervt wie es wohl weiter geht fahren wir am nächsten Morgen los. Schwups über eine Kuppe und die nächste Kurve und plötzlich ist da eine Piste! Auf ihr lässt es sich locker nach Petauke und weiter nach Lusaka reisen. Vor Lusaka werden wir einer Tse – Tse Fliegen Kontrolle unterzogen. 
 

Das lassen wir ohne Lachen über uns ergehen. Ein Kontrolleur geht mit einem Schmetterlingsnetz ausgerüstet um das Auto und späht bei allen Fenstern herein. Alles ist ok., keine Fliegen, wir dürfen weiter fahren. Zum Sonnenuntergang erreichen wir das 1.300 Meter hoch gelegene Lusaka. In der Hauptstadt gibt es alles was man sich nach 3 Monaten Afrika so vorstellen kann, eine Schoppingoase. Die Hauptstadt wurde 1905 gegründet und die rasche Entwicklung der Stadt steht im Widerspruch zum großen Teil des restlichen Landes. Dieses Phaenomen haben wir in fast allen Ländern, durch die wir gereist sind, festgestellt. Die Hauptstadt wächst und bewegt sich weiter, während der übrige Teil des Landes auf der Stelle tritt. Die Banken haben auch hier die größten Häuser und reihen sich wie Perlen einer Kette an der Cairoroad aneinander. Lusaka hat den Ruf eine grüne Gartenstadt zu sein. Viele Alleen schmücken die Strassen, aber jetzt im Winter ist keine Blütezeit. Es ist auch dementsprechend kalt und es geht nichts über einen guten Schlafsack. Im Motel sind wir wieder mal über die Preisentwicklung des letzten Jahres erstaunt. Wir bezahlen das dreifache, als in unserem aktuellen Führer steht. Das Wasser ist nicht warm und Toilettenpapier - Fehlanzeige. Einige Fahrstunden weiter sind wir in Livingstonia und

besuchen die Viktoriafälle. Der Sambesi hat Hochwasser und eine hohe Gischtwolke empfängt uns. 550.000 m³ Wasser rauschen pro Minute in die Tiefe und es bleibt nicht aus, dass wir bis zum Ende unseres Spazierganges patsch nass sind. Die Nacht verbringen wir oberhalb der Sambesischlucht und lauschen dem Donnern des Wassers. Das Lagerfeuer erlischt langsam und wir ziehen uns ins Zelt zurück und lauschen den Geräuschen der Nacht. Überall raschelt es in dem hohen Gras und leicht bewegt der Wind das Laub. Einige wenige Vögel zwitschern noch und von Ferne hören wir die Fälle rauschen. Eine schrille Hupe zerreißt die in sich stimmigen Geräusche und der Zug fährt unweit vorbei. Dann wird es stiller und stiller, die Vögel verstummen nach und nach. Millionenfach stehen die Sterne über uns und der Wind dreht. Der donnernde Rauch hört sich ganz nahe an und es scheint wie wenn etwas Gewaltiges etwas auf uns zukommt. Kommt aber nicht. Das gleichmäßige Rauschen der Wassermassen fügt sich gut in die Träume, die wieder mal eine Episode der Afrikareise aufarbeiten. Ein bunter Bilderreigen zieht vorbei. Die ersten Moscheen, die  Gesaengen des Muezzins. Fata Morgana gleich erscheinen Oasen, Kamele und verschleierten Frauen, geheimnisvolle Pyramiden und orthodoxe Mönchsgesänge zur Osterzeit. Schnee in Afrika, wilde Tiere und Baobabwälder. Der märchenhafte große See, dessen Auslauf sich mit dem Wasser dieser Fälle mischt und den Weg in den Indischen Ozean sucht. Am Morgen bringt uns die Kanzungulafähre über den Sambesi nach Botswana.
 
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