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Es waren einmal zwei Ameisen, die wollten nach Australien reisen, doch in Altona auf der Chaussee da taten ihnen die Beine weh und so verzichteten sie weise auf den restlichen Teil der Reise.( J. Ringelnatz)
Nachdem wir viele schöne Sommer in Kapstadt verbracht und die Länder des südlichen Afrika mit einem klapprigen 4x4 Nissan Sani bereisten, kam irgendwann der Gedanke an ein neueres Fahrzeug. Das kostet wegen der hohen Importzölle in Südafrika viel Geld. Die Idee, den Afrikanischen Kontinent zu durchqueren, war schon immer im Hinterkopf. Warum ein in Deutschland weitaus billigeres Fahrzeug nach Kapstadt verschiffen? Es bietet sich gerade zu an mit dem Fahrzeug von Nord nach Süd zu fahren. Wir haben einen realen Zielpunkt an dem wir dann auch das Fahrzeug belassen können um es dann in den Folgejahren zu nutzen. Die letzte Entscheidung „für“ eine Reise dieser Art, bedarf  der glücklichen Fügung einiger Umstände. Das Gelingen der ersonnenen Planung ist wiederum sehr von den Gegebenheiten vor Ort, an den Grenzen, und der politischen Situation in den einzelnen zu bereisenden Ländern abhängig.
So hat Uwe sich voller Optimismus im August einen Kultlandrover gekauft. Sehr spartanisch in der Ausstattung, aber wo nicht viel dran ist, kann eben auch nicht viel kaputt gehen. Aber mit einigen Extras wie Seilwinde, Bullbar, Zusatzscheinwerfer, hochgelegter Luftfilter, Dachträger, Dachzelt, Leiter, Zusatztanks, Differentialsperre, Kompressor, Zusatzbatterie, Kühlschrank, Kocher, Aluboxen, GPS und Laptop wird die Ausrüstung  nahezu komplettiert.
Die Reise soll Ende / Februar – Anfang / März  beginnen. Zunächst mutet es an wie ein Traum. Bei uns im Winter, womöglich bei fürchterlich nasskaltem Wetter starten, weiter nach Süden wo dann die Temperaturen schon etwas erträglicher werden, durch die Wüsten der Sahara, in den Sahel, weiter im feucht heißen Tropengürtel und in das Tierland Afrikas. Vorbei am Kilimanjaro und durch dichten Busch, schließlich wieder in den trockeneren Bereich von Kalahari, Namib oder Karoo , wo wir vielleicht am Ende der Regenzeit die Landschaft des südlichen Afrikas von ihrer schönsten Seite erleben, und dann schließlich in Kapstadt eintreffen.
Die Überlegung, ob wir alleine fahren oder Mitfahrer suchen, stellt sich. Bei dieser Art von Reise und einem Zeitaufwand von drei bis vier Monaten , wahrscheinlich nicht einfach. Mehrere Anzeigen in einschlägigen Fachzeitschriften bringen wenig  Resonanz. Wir finden uns schon damit ab, alleine zu fahren. In Ermangelung jeglicher Saharaerfahrung, schließen wir eine Alleinfahrt durch die Sahara aus. Die einigermaßen sichere Alternative erscheint uns über Ägypten, in den Sudan durch die Libysche Sahara zu fahren. Die Anreise nach Ägypten vielleicht auf dem Landweg über Türkei, Syrien und Jordanien.
Schließlich finden wir dann doch noch interessierte Mitfahrer. Alle haben im Großen und Ganzen, das Gleiche zur gleichen Zeit vor. Das potentielle Team besteht aus 2 weiteren Paaren aus Berlin mit einem 15 Jahre alten Landrover und einem IFA Saurier. Sie planen alle die Route über Libyen – Sudan – Äthiopien. Diese hatten wir ursprünglich auch im Auge, aber nicht als Alleinfahrer. Es gibt nicht viel zu überlegen. Wir sind für diesen Bereich aufeinander angewiesen.
Dann kommt die lange Zeit der Vorbereitungen. Im Haus entstehen verschiedene Häufchen, mit vermeintlich nützlichem, was keinesfalls vergessen werden darf. Ideen für das Auto werden ausgeheckt und Visas müssen beschafft werden. Der 24.02.2001 mit Abfahrt der Fähre von Genua kristallisiert sich als magischer Knoten  heraus. Anfang des Jahres gibt es via Internet immer mehr Informationen, dass die Libyer keine Touristen mehr einreisen lassen, wenn doch, dann nur mit Führer und – oder Einladung. Die Informationen werden immer undurchsichtiger. Visas von Algerien, Niger und Tschad werden von großer Wichtigkeit sein, falls die Einreise nach Libyen schief geht. Das Ägyptische Visa kann sich auch von Vorteil erweisen, für den Fall, dass wir nicht von Libyen in den Sudan durchkommen. Also findet sich auch diese Visas in unseren Pässen. Es häufen sich die Informationen von  Überfällen, in Gegenden, wo sich Tuaregstämme aufhalten. Das Paar mit dem Landrover faehrt 1 Woche voraus nach Tunis. Wir wollen uns am 24.02 mit dem IFA - Team in Genua treffen.

Die Graphik von unserem IFA - Team die gut veranschaulicht wie sich die Situation vor unserer Abreise darstellt:

1. blau ist die Hoffnung

2. grün die Alternative und

3. rot das Fegefeuer

 
Folge den Träumen ( Zitate aus: Der Alchemist)
 
Der Levantewind brachte den Mauren des Maghreb den Duft der Wüste und den verschleierten Frauen den Schweiß und die Träume der Männer welche ins Abenteuer und Unbekannte aufbrachen
 
So brechen auch wir am 22.02.01 auf in Richtung Süden, in Richtung Abenteuer...
 
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