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Traumtour

Transalp

St. Anton – Poschiavo

 28.07.2007 – 31.07.2007

 
Blaue Linie ist unsere Tour

Höhenmeter 5 568

Gesamtstrecke 186,66 km

davon

Asphalt 39,26 km

Schotter 106,58 km

Wanderweg 8,35 km

Pfad 24,42 km

Schieben 8,1 km

 

Vorwort aus Transalp von Ulrich Stanciu

Für alle die mit offenen Augen und Sinnen biken, ist diese Transalptour ein

Lehrstück: Es sind eben nicht nur die überwältigenden Landschaftseindrücke,

die sich in das Gedächtnis einbrennen, sondern es ist auch die Sensibilität

für die Umwelt, die mit dieser Tour wächst. Und an den Gletschern, den von

ihnen erzeugten Flüssen und den riesigen Stauseen mit ihren Betonmauern, wird

die Veränderung am deutlichsten sichtbar.

 

Samstag 28.07.2007

Um 6 Uhr fahren wir in Buching mit dem Auto los. Das Lechtal liegt noch verträumt in der aufgehenden Sonne. Über den Flexenpass, 1774 m, erreichen wir die Ortschaft Stuben und von hier geht es weiter zum Arlbergpass, 1998 m.

Beim Hotel Moserkreuz, 1370 m, parken wir und machen uns auf den Weg in das Verwalltal entlang des Flusses Rosanna. Das Endziel unserer mehrtägigen Tour ist das südlichste der 150 Täler des Schweizerkantons Graubünden, das Valposchiavo.

Es sind schon einige Radler unterwegs und wir reihen uns ein. Der Nordwind ist kalt und treibt die Wolken nach Süden. Eine Herde Schottischer Hochlandrinder wird auf eine Almweide getrieben. Um 10 Uhr 30 erreichen wir die Gabelung zur Konstanzerhütte. Nach links führt ein Weg in das Fasultal. Wir folgen der Rosanna in das Schönverwalltal nach rechts. Als wir den Wald hinter uns lassen und die vegetationsarmen Höhen erreichen, verdunkeln einige Wolken die Sonne und der Wind bläst spürbar kalt von hinten. Die Rosanna verläuft weiter geradeaus in das Ochsental, dort am Fuße der Fädner Spitze hat sie ihren Ursprung. Wir schieben und stoßen unsere Räder nach rechts hinauf auf den 2270 m hohen Sattel des Verbeller Winterjöchlis und überqueren damit die Verwallgruppe. Die höchsten Gipfel dieser Gruppe reichen über 3 000 Meter.

Heilbronner Hütte im Hintergurnd Wir gehen nicht baden

Langsam rollen wir an den Scheidseen vorbei zur Heilbronnerhütte 2320 m. Die von großen Steinblöcken durchzogene Landschaft ist karg. Wir fühlen uns angekommen, aber die Tagesetappe führt noch weiter. Auf guter Piste rauschen wir bergab mit Blick auf die 3 000er der links liegenden Samnaungruppe und der rechts liegenden Silvrettagruppe. Die höchste Erhebung der Silvrettagruppe ist der Piz Buin mit 3312 m. Zwischen diesen Gebirgsgruppen befindet sich der Fimberpass, später dazu mehr.

Erst heizt der kurze Gegenanstieg zum Zeinijoch den Beinen wieder ein. Die Anstrengung lohnt sich, auf einem schönen Pfad fahren wir hinunter zum Kops Stausee. Entlang des Zeinisbaches erreichen wir den Wintersportort Galtür. Große Lawinenverbauungen erinnern an das schwere Unglück vor einigen Jahren.

In Galtür erwerben wir eine Anschlusskarte und stärken uns im S`Linards, die ersten Tropfen fallen vom Himmel. Von Galtür nach Ischgl führt die Silvretta –Hochalpenstraße durch das Paznauntal nur bergab.

Galtür Bad Ischgl

Erholung für die Beine, die noch weitere 850 Höhenmeter vor sich haben. Der mondäne Skiort Ischgl strahlt nichts aus, was uns zum Bleiben bewegen kann. Die Teerstraße hinter der Kirche führt steil bergan und beschert in wenigen Kehren über 350 Höhenmeter. Im Anschluss daran führt der Schotterweg gemächlich entlang des Fimbabaches durch das Fimbatal vorbei an der Bodenalpe hoch zur Heidelbergerhütte. Die Sonne verschwindet hinter den Bergen und unsere Sitzfleischkondition ist auch verschwunden. Es ist kurz vor 18 Uhr als wir die Hütte erreichen und das Lager beziehen.

Hier beginnt die Schweiz Heidelberger Hütte

Wir teilen unser Zimmer mit 6 weiteren Radlern und da es ausschließlich Männer sind lege ich mir schon mal die Ohrstöpsel zurecht. Nach einer Dusche sind wir wieder frisch und bestellen ein reichhaltiges Abendessen. Sobald wir sitzen kehrt die Müdigkeit zurück und kaum dass wir gegessen haben, rede ich nur noch von meinem Bett. Es ist aber gerade 20 Uhr und Uwe lässt mich noch nicht schlafen gehen. Ich muss warten bis er sein Bier ausgetrunken hat, dabei kann ich kaum noch sitzen und die Augen fallen mir ständig zu. Langsam leert sich der Gastraum, auch wir kriechen in die Kojen und schlafen sofort. Mitten in der Nacht stupsen Uwe und ich uns gegenseitig an und flüstern uns zu, doch das Schnarchen aufzuhören. Lachend stellen wir fest, es sind jeweils unsere Nachbarschläfer. Darauf hin stopfe ich mir die Stöpsel ganz tief in die Gehörgänge und sie bewähren sich.

 

Sonntag 29.07.2007

Es ist 6 Uhr früh, die ersten wühlen sich aus dem Lager. Geräusche von Reißverschlüssen und raschelnde Plastiktüten wecken uns auf. Die Außentemperatur liegt bei 8 Grad. Nach dem Frühstück ziehen wir um 7:40 Uhr los zum 2508 m hohen Fimberpass. Hier treffen die Samnaungruppe, mit ihrer höchsten Erhebung der Versulspitze 3089 m, und die Silvrettagruppe aufeinander. Wir schieben die Räder gerne hoch, denn der Weg ist bequem und schließlich wartet auf der anderen Seite eine der schönsten Pfadabfahrten in den Alpen auf uns. Es ist immer noch bitter kalt, die Sonne steht hinter dem Berg, ihre Strahlen treffen aber schon die Gipfel auf der rückwärtigen Talseite. Wir brauchen eine Stunde zur Passhöhe und die Heidelbergerhütte ist längst aus unserem Blickfeld entschwunden, als sich das benachbarte Tal vor uns öffnet.

Aufmarsch zum Fimberpass Versulspitze

Bis in das Jahr 1616 wurden über diesen Pass die Verstorbenen aus Ischgl und Mathon nach Sent auf den Friedhof gebracht. War der Pass im Winter nicht begehbar, wurden die Toten eingefroren und die Beisetzung in Sent fand erst im Frühjahr statt.
Die ersten Meter hinunter fahren sich ungewohnt und an einer steilen Kehre wo viele flache Steine aufeinander liegen, will ich sicherheitshalber absteigen. Doch es kommt nicht mehr dazu. Die flachen Steine geraten in Bewegung und ich liege schneller am Boden, als ich aus dem Pedal komme.

Traumtrail

Passhöhe Fimberpass  

Gabi meistert mit viel Geschick den Trail

  Kurz vor Zuort

Die Abfahrt ist herrlich, wir folgen der Aua Chöglias talabwärts nach Zuort. Ab hier heißt der der Fluss La Branchla, das Ziel seiner Reise ist der Inn in der Nähe von Sent. Den Ursprung des Inn`s können wir von hier, dem Unteren Engadin, leicht zurückverfolgen, durch das Obere Engadin bis St Moritz. In Fließrichtung strebt der Inn nach Innsbruck und mündet später in die Donau.

Schmaler Pfad auf der Hängebrücke kurz vor Sinestra

Der Fluss La Branchla  hat sich im Val Sinestra so viele Zuflüsse einverleibt, dass er zum reißenden Strom werden kann. Die Reste einer Brücke lassen erkennen wie hoch das Wasser hier zu manchen Zeiten ist. Wegen dem zerstörerischen Wasser ist teilweise ein neuer Pfad durch das Val Sinestra angelegt worden. Links geht es steil hoch und rechts steil runter, immer wieder müssen wir absteigen um uns den schmalen Pfad mit Wanderern zuteilen. Noch eine letzte Kehre und staunend stehen wir vor dem Kurhaus im Val Sinestra mitten in den Bergen. Nur eine schmale Schotterstraße führt die Erholungssuchenden hierher auf 1524 m. Uns bringt diese Straße talabwärts nach Sent auf 1430 m. Wir folgen der Panoramastraße nach Scuol, tief unten im Tal fließt der Inn. Der Tag ist von der Sonne durchflutet, auf einer schattigen Hausbank in Scuol rasten wir.

Scoul Knieschramme Wegweiser und kaputte Räder

Gestärkt überqueren wir den Inn und nehmen Anlauf für die nächste Auffahrt, auf die gegenüberliegende Bergseite in Richtung S-charl. Es ist steil, zu steil und Uwe`s Rad streikt. Immer wieder zieht sich die Kette hoch. Wir legen eine Pause ein, um uns mit der Fahrradmechanik zu beschäftigen. Gleichzeitig fahren munter quatschend einige Radler an uns vorbei. Die Sonne brennt, die Beine brennen, der Rücken tut weh und ich denke schuldbewusst an die versäumten Trainingskilometer. Etwas ratlos stehen wir vor dem technischen Problem, dann tauschen wir die Räder und siehe da, von mir lässt sich Uwe’s Drahtesel problemlos fahren. Wir folgen der Clemgia in Richtung S-charl auf 1810m.

Hier herrscht Touristenrummel, denn es gibt einiges zu sehen. Ganze Busladungen voller Menschen besichtigen die Ruinen der Schmelzöfen und das kleine Museum neben der Straße. Seit dem 14. Jahrhundert wurde in den Minen Silber und Zinn geschürft. Über den Cruschettapass wurde das Metall mit Maultieren nach Italien transportiert. Dort entstanden aus den Metallen Schöpfkellen und Trinkgefässe. 

Wir streben weiter nach oben zum Pass Costainas. Das Gebiet gehört zur Sesvennagruppe mit der höchsten Erhebung dem P. Sesvenna 3204 m. Eine schöne Almlandschaft umgibt uns und lässt alle Plackerei vergessen. Wir genießen die Auffahrt zwischen den Rinderherden in vollen Zügen. Der durchgehend fahrbare Weg führt vorbei am höchstgelegenen geschlossenen Arvenwald. Durch das Latschenfeld kurz vor der Passhöhe lässt sich genussvoll radeln. Oben angekommen auf 2251 m lassen wir uns auf die Weide fallen und schnaufen tief durch, die Höhenmeter für heute sind geschafft. Fast im freien Fall führt der Pfad nach unten. Wir sind müde, es ist kalt und doch genießen wir die Abfahrt in das Val Münstair/Münstertal, über Lü auf 1920 m und dann nach Tschierv 1693 m. Wir treffen in Tschierv auf die Straße welche zum Ofenpass führt. Ein flächendeckender Oberbegriff für die Gegend zwischen Flüelapass, Ofenpass und Berninapass, (schließt das Oberengadin mit ein) heißt die Rätischen Alpen.

In Tschierv quartieren wir uns im Nebenhaus des Sporthotels Staila ein, Essen und Frühstück bekommen wir im Hotel, auch gibt es hier einen sicheren Radstall. Die Pizza ist echt Klasse und auch unser Frühstück wird für 6 Uhr 45 zugesagt. Heute habe ich Glück und muss nicht wieder eine Stunde sitzen bis Uwe sein Bier getrunken hat. Er ist genauso müde wie ich und wir verziehen uns in unser Zimmer.

 

Montag 30.07.2007

Es ist bitter kalt am Morgen. Wir ziehen uns warm an und fahren in Richtung Lago di Giacomo di Fraele. Dafür müssen wir über den Pass Val Mora. Die ersten Tropfen fallen und der kalte Nordwind bläst nicht nur die Wolkenfetzen nach Süden sondern uns auch.

Nach einer kurzen Abfahrt folgen wir der Radwegbeschilderung 444 und schon machen wir die ersten Höhenmeter. Aber prompt führt der Weg wieder abwärts, diese kleine Schleife war wohl nur zum Aufwärmen. Auf der Höhe von 1567 m folgen wir einem schönen Pfad durch den Wald. Der Pfad mündet in eine Forststraße, ihr folgen wir in das Val Vau Tal. Tief unter uns in der Schlucht rauscht die Aua da Vau. Das Tal bleibt zurück, während wir uns hocharbeiten. Bauchkrämpfe plagen mich und notgedrungen muss ich ein Stück schieben. Aber es zahlt sich aus und die Krämpfe verschwinden. Rechts und links des Wegs haben sich Murmeltiere in Position gebracht. Ihre Pfiffe schallen hell in der klaren Morgenluft an den Felswänden entlang und alle weiter oben wissen, daß die ersten Menschen kommen. Auf der Passhöhe auf 2234 m empfängt uns ein eisiger Wind.

Wir lassen die Baumwipfel hinter uns Ein kalter wind empfängt uns auf Passhöhe

Wir ziehen alles wieder an, was wir auf dem Weg nach oben die letzten 2 Stunden abgelegt haben. Dann gleiten wir 5 km durch das traumhafte Hochtal Val di Mora, zu beiden Seiten erheben sich majestätisch die Gipfel. Rechts oberhalb liegt die Alp Mora, wir folgen einem Traumpfad talabwärts entlang der Aua da Val Mora. Teilweise führt der schmale Pfad abenteuerlich hoch am Hang entlang und die Talseite fällt nahezu 100 m senkrecht zum Fluss hinunter ab.

Val di Mora, erst noch durch Latschenkiefern dann entlang steiler Abhänge

Ein kleiner Rutscher mit dem Hinterrad beim Hinunterfahren auf dem schmalen Pfad würde unweigerlich in die Tiefe führen. Besser nicht daran denken. Wir überstehen die wenigen unheimlichen Passagen ohne Probleme und Ausweichmanöver durch Gegenverkehr. Am unscheinbaren Pass Val Mora queren wir die Italienische Grenze. Ein Geröllfeld ist noch zu überqueren, reichlich Geschiebe hat sich hier abgelagert, dann erreichen wir die Seen, Lago San Giacomo di Fraele und Lago di Cancano. Ein Katzensprung wäre es von hier nach Livigno und Bormio.

Wir sind von der Landschaft restlos begeistert und rollen oberhalb der Seen entlang. Das Wetter bessert sich je weiter wir nach Süden kommen. Ein finsterer Tunnel liegt vor uns. Wir wählen die Umfahrung, die aber ein Stück weggespült wurde. Die Radschuhe bieten wenig Halt und ich rutsche mitsamt dem Rad auf dem Rücken fast in den Tobel ab. Uwe sieht das alles mit an, schimpft mich, dass ich ungeschickt bin und verhält sich vorsichtiger.

Lago San Giacomo di Fraele Staumauer

Am Ende des Sees überfahren wir die Staumauer, folgen der Straße kurz bergauf, um dann gleich wieder bergab zu rollen. Am Lago Scarl machen wir Rast und besprechen den Fortlauf der Tour. Wir sind wild entschlossen, noch den Pass Val Viola zu überqueren, was für heute weitere 900 Höhenmeter bringt. Das Wetter birgt soviel Unbeständigkeit in sich, dass wir den schönen Tag ausnützen möchten.

Staumauer Lago di Cancano Achtung, an der dritten Kehre rechts ab

Am Fort Monte Scale pfeift uns ein eisiger Wind um die Ohren, schnell fahren wir weiter. In der dritten Kehre auf 1930 Meter folgen wir dem Schotterweg. Wer diesen Abzweig verpasst landet im Talkessel und muss mühsam wieder die Höhenmeter einsammeln. Wir rollen auf der Sonnenseite, konstant auf einer Höhe, super flott am Hang entlang. Zügig ereichen wir den Abzweig zum Val Viola. Die folgenden Höhenmeter ziehen sich zäh nach oben. Alles tut wieder einmal oder immer noch weh. Der Weg wird immer ruppiger, aber wir halten durch und erreichen um 16 Uhr den Viola Pass 2432 m. Unter Mussolini wurde der Weg hier hinauf zur Grenzsicherung gebaut.

Aufstieg ins Val Viola und steiler Abstieg vom Viola Pass zum Lej da Val Viola

Wir befinden uns wieder in der Schweiz. Die rote Landesfahne mit dem weißen Kreuz wird von dem bitterkalten Wind auf der Passhöhe energisch hin und her gebeutelt. Im Westen liegt das mit ewigen Eis überzogene Bernina Massiv. Alle warmen Sachen ziehen wir an, vor uns liegt nicht nur ein neues Tal, sondern auch das Ende der Tour. Aber noch sind wir nicht in Poschiavo.

Steil geht der Weg nach unten, von fahren keine Spur. Bald ist der Pfad so steil, das wir die Räder schultern müssen, auch von schieben keine Spur. Uns wird auf dem steilen Weg nach unten so warm, dass wir uns wieder ausziehen. Das haben wir so nicht erwartet, obwohl in der Routenbeschreibung eine sehr schwere Schiebestrecke angekündigt war. Von oben sehen wir den tiefblauen Lej da Val Viola. Der Abstieg ist zeitraubend und zehrt an den Kräften. An einer steilen Stelle steige ich voraus und Uwe reicht mir die Räder herunter. Wir bekommen immer mehr Spaß an dem finalen Abstieg und freuen uns, denn das Ziel Poschiavo naht. Vorerst müssen wir die Räder immer wieder schieben, da große Steine eine flüssige Fahrt verhindern. Dann mündet der Pfad auf einen Weg und wir rollen entspannt zur Alpe Campo. Bei zwei Rivella beschließen wir spontan diesen Traumtag hier ausklingen zu lassen und verbringen die Nacht im Lager der schön renovierten Alpe Campo.

 

Dienstag 31.07.2007

Es ist eiskalt als wir um 9 Uhr losfahren und 15 Kilometer talwärts durch das Val da Camp rollen. Der Himmel ist strahlend blau und nicht der Anschein einer Wolke zeigt sich.

Früh morgens auf der Alpe Campo Warm eingepackt fahren wir runter nach Poschiavo

Schon nach wenigen Kilometern klappere ich mit den Zähnen und die Finger frieren fast auf dem Lenker fest. Die ersten Radler machen sich bereits auf den Weg nach oben als wir in das kleine Städtchen Poschiavo, den südlichsten Ort Graubündens, einfahren. Direkt zum Bahnhof flitzen und eine Zugverbindung nach St. Anton lösen.

Kirchturm von Poschiavo die gefundenen Schädelknochen letzter Cappuccino vor Rückreise

Eine Stunde bleibt uns noch für Poschiavo und einen Capuccino. Vor dem historischen Hotel Albrici am Marktplatz lassen wir uns in die Sessel sinken und rühren den Milchschaum in den Kaffee. Angekommen im Valposchiavo, dem südlichsten der 150 Täler Graubündens. Nur 25 km Luftlinie trennen den Berninapass vom mediterran angehauchten Veltlin. Es macht die Schweiz so besonders, dass sich die unterschiedlichsten Landschaften zwischen Weinbergen und Gletschern entfalten.

Hinter der Kirche am Hauptplatz, San Vittore Mauro, einem spätgotischer Bau mit barockem Hauptportal aus Holz, befindet sich das Gebeinhaus. Die Gebeine wurden bei Restaurierungsarbeiten unter der Kirche gefunden und samt Schädelknochen hinter schützenden schmiedeeisernen Gittern aufgestellt. Der Hauptplatz ist liebevoll gepflegt und lädt zu verweilen ein.

Dann steigen wir in die Rätische Bahn. Wir wählen einen offenen Wagon und genießen unseren luftigen Sitzplatz auf dem Weg hoch zum Bernina Pass 2328 m.

Bernina Gletscher Cabrio Platz in der Rätischen Bahn auf die Bernina

Es wird kalt, die Menschen kramen ihre Mützen und Jacken aus den Taschen. Uwe friert in seinen kurzen Hosen. Die Schienenführung der Schmalspurbahn ist ein Kunstwerk, das hier in den Fels gehauen wurde und die Bahnfahrt wird somit mit zu einem ganz besonderen Erlebnis. Das „noch“ ewige Eis rückt immer näher, sprudelnde Bäche speisen die grünen Seen. Auf der Passhöhe spuckt der Zug unzählige Menschen aus und andere steigen ein. Schon rauscht der Zug talwärts und zur linken Seite sehen wir den 3451 m hohen Piz Corvatsch. Dann erreichen wir Pontresina und bereiten uns auf das Umsteigen vor. Alles klappt prima, der Zug durchfährt den Albulatunnel. In Chur steigen wir noch mal um und fahren bis Buchs, ab hier ist es noch eine Stunde mit dem Zug bis nach St. Anton. Hier verlassen wir überglücklich und als einzige Passagiere um 16 Uhr 10 den Bahnhof. Doch wo ist das Auto? Oweia, das haben wir geahnt! Wir müssen noch einige Höhenmeter radeln bis wir wirklich zur Heimreise nach Buching einsteigen.

 

Fazit: Macht süchtig, obwohl man sich zwischendurch fragt, was tue ich eigentlich…?

 
 

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